eine Seite zurück diese Seite zu den Favoriten hinzufügen diese Seite per E-Mail weiterempfehlen Volltext-Suche diese Seite ausdrucken zurück zur Startseite

0180er Nummern

Besonders aus den Mobilfunknetzen sind Anrufe bei 0180er Nummern ein teures Vergnügen

Aus den Mobilfunknetzen sind Anrufe bei 0180er Nummern ein teures Vergnügen."Wer zum Beispiel die 0180-1-Nummer der Arbeitsagentur vom seinem Handy aus anruft, weil er meint, die 3,9 Cent pro Minute seien mit seiner Discount-Prepaidkarte, etwa von ALDI, kein Problem, der wird sich wundern", sagt Evelin Voß von der Verbraucherzentrale Sachsen. Für ein Drei-Minuten-Telefonat werden von seinem Prepaid-Guthaben 2,58 Euro abgebucht und nicht etwa 11,7 Cent. Der Preis von 3,9 Cent pro Minute gilt nur für Anrufe aus den Festnetzen. ALDI, Blau und simyo kassieren für Verbindungen zu den 0180er Nummern tagsüber 86 Cent pro Minute. Auch vom Vertragshandy oder vom Prepaidhandy der Netzbetreiber aus sind Verbindungen zu 0180er Nummern deutlich teurer als aus den Festnetzen.

"Durch Telefon-Flatrates und Minuten-Pakete werden die Kosten für Anrufe bei 0180er Nummern übrigens nicht abgedeckt", warnt Evelin Voß. "Obendrein muss man bei vielen Mobilfunk-Anbietern oft lange suchen, wenn man die Preise für Verbindungen zu Sonderrufnummern herausbekommen will." Deshalb hält die Verbraucherzentrale Sachsen gegen Erstattung der Kopierkosten (30 Cent pro Seite) eine 2-seitige Übersicht bereit, was die 0180er Nummern aus den Mobilfunknetzen der verschiedenen Anbieter im Vergleich zu den Anrufen aus den Festnetzen zu kosten. Diese Übersicht steht auch zum kostenlosen Download auf der Website www.verbraucherzentrale-sachsen.de zur Verfügung.

Anzeige

iPhone

Als die 0180er Nummern im Jahre 1998 im Zuge der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes als Geteilte-Kosten-Dienste eingeführt wurden, waren die Verbindungsentgelte für Ferngespräche im Festnetz noch deutlich teurer. Die Teilung dieser Kosten zwischen Anrufer und Angerufenem schuf damals die Möglichkeit zur kostengünstigen Kontaktaufnahme zwischen Kunden und Unternehmen. Doch mittlerweile betragen die Preise für normale Orts- und Ferngespräche nur noch einen Bruchteil dessen, was die Geteilte-Kosten-Nummern den Anrufer kosten. Für Verbraucher ist es deshalb besonders ärgerlich, wenn sie beim Anruf dieser teuren Nummern etwa in eine Warteschleife mit Musik geschickt werden oder eine Bandansage sie sprachgesteuert durch ein umständliches Menü führt.

Die Bundesnetzagentur erwägt derzeit Veränderungen der Strukturierung und Ausgestaltung des Rufnummernbereichs 0180. Die aktuellen Preise für die Geteilte-Kosten-Dienste für Anrufe aus den Festnetzen gelten daher befristet bis zum 30. Juni 2008.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.   
Foto: Siemens

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

eingesandt von: Terhi Varkila am 03.12.2007 16:12 Uhr

Weitere Meldungen zum Thema Tipps

08.05.2008 Handy-Gespräche nur im EU-Ausland günstiger
06.05.2008 Sonne, Wasser, Sand: Das Handy lebt gefährlich
29.04.2008 Call by Call: Wenn die Stadt das Zehnfache des Landes kostet
18.04.2008 Härtere Strafen für Telefonieren am Steuer
16.04.2008 Kündigung der Flatrate nicht einfach hinnehmen
Alle Meldungen zum Thema Tipps

Weitere Meldungen zum Unternehmen

14.02.2008 Kostenfalle: SMS-Infodienste bei verpassten Anrufen
04.02.2008 Kostenfalle Werbe-SMS
23.11.2007 Handy leicht gemacht!
13.06.2007 Telefontipps für Auslandsaufenthalte
12.06.2006 Handy-TV: Ball erst nach WM im Tor
Alle Meldungen zu Verbraucherzentrale

« vorherige |  News-Startseite |  aktuelle Nachrichtennächste »  ]