Alcatel stellt neuen Weltrekord auf
Stuttgart, den 3. Dezember 2001 - Alcatel hat einen neuen Weltrekord bei der optischen Übertragung in Unterwassernetzen aufgestellt. Auf einer einzelnen Glasfaser wurden 3,65 Tbit/s über eine Distanz von 6.840 Kilometern übertragen. Realisiert wurde dies mithilfe von 365 einzelnen Wellenlängen, von denen jede eine Kapazität von 10 Gbit/s besitzt. Mit dem neuen Weltrekord unterstreicht Alcatel seine Führungsrolle auf dem Gebiet der optischen Unterwassernetze.
Der neue Weltrekord entspricht der gleichzeitigen Übertragung von 45 Millionen Sprachverbindungen, 552 CD-Roms, 35 Bänden der Encyclopedia Britannica oder 16 Spielfilmen auf einer einzelnen Glasfaser über den Atlantischen Ozean. Netzbetreiber und Diensteanbieter können dadurch ihre Übertragungskapazität auf einer einzelnen Glasfaser deutlich erhöhen und gleichzeitig ihre Netzkosten optimieren.
Für die erfolgreiche Durchführung des Laborversuchs sorgten optische Verstärker mit hoher Bandbreite sowie die "Fiber Map", eine neu entwickelte Zusammenstellung von Glasfasern, die die Übertragungsqualität über alle Wellenlängen hinweg optimiert. Diese spezielle Kombination ermöglichte es den Forschern von Alcatel, Wellenlängen in einen Zwischenraum von nur 22,2 GHz zu verdichten. Im Vergleich zum internationalen Standard von 50 GHz bedeutet dies eine Reduktion um mehr als die Hälfte, sodass insgesamt 365 Wellenlängen über eine einzelne Faser erreicht werden konnten. Dies bedeutet eine Verbesserung der Spektraleffizienz (Effizienz, mit der die Bandbreite ausgenutzt wird).
Das Ziel von Alcatel, globale Netze einfacher und kostengünstiger herzustellen, soll durch eine stärkere Integration zwischen terrestrischen und Unterwassersystemen erreicht werden. Der neue Weltrekord leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Statt dem komplexen Modulationsformat, das bisher für die Unterwasserübertragung verwendet wurde, kam hier das Format NRZ (Non Return to Zero) für die Modulation zum Einsatz. Da das Format NRZ üblicherweise bei terrestrischen Netzen genutzt wird, entsteht eine Verbindung zwischen der Technologie für Unterwasseranwendungen und für terrestrische Anwendungen.
Quelle: Alcatel, 03.12.2001
eingesandt von: Christian Treschan am 07.12.2001 12:05 Uhr
[
« vorherige |
News-Startseite |
aktuelle Nachrichten
| nächste »
]