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Alcatel und Mobilfunk der dritten Generation

3G-Netze werden Realität.

Einmal abgesehen von Japan, wo bereits kommerzielle Dienste der dritten Generation (DoCoMo/FOMA) zur Verfügung stehen, hat in anderen Ländern erst in diesem Jahr die Inbetriebnahme der ersten UMTS-Netze begonnen. Bei der Infrastruktur handelt es sich dabei allerdings in der Regel um Versuchsinstallationen, die von den Betreibern eingesetzt werden, um die Technik (einschließlich der Endgeräte) zu erproben.

Bei Orange France, Mobilkom in Österreich und Vodafone in Italien werden zum Beispiel auch neue Dienste getestet, und es wird untersucht, wie Verbraucher diese akzeptieren und mit ihnen umgehen. Das ermöglicht den Betreibern, die Strategien für die UMTS-Markteinführung weiter zu verfeinern und die Vorgehensweise entsprechend anzupassen.

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Die dritte GenerationAuch im Jahr 2003 wird sich der Einsatz von UMTS noch weitgehend auf Japan (DoCoMo, J-Phone), die wichtigsten asiatischen Märkte (Taiwan, Südkorea) und Westeuropa (Großbritannien, Italien, Deutschland, Spanien und Frankreich) konzentrieren. Die Entwicklung des UMTS-Marktes erfolgt schrittweise und geht für die meisten Betreiber mit der allgemeinen Verbreitung mobiler Datendienste und des mobilen Internet-Zugangs einher, welche von 2.5G Netz-Technologien wie GPRS gestützt werden.

Schrittweise und ohne Hast
Die UMTS-Strategie von Alcatel basiert auf einer schrittweisen Vorgehensweise. In einer ersten Etappe wurden 2002 komplette und betriebsbereite Systeme geliefert: Bereits im Juni diesen Jahres hatte Alcatel mehr als 20 Pilotnetze installiert. Der nächste, längerfristige Schritt wird die Einführung dieser Systeme in den Massenmarkt sein. Dazu intensiviert das Unternehmen weiter die enge Zusammenarbeit mit Fujitsu über das Joint Venture Evolium SAS. Zudem treibt Alcatel gleichzeitig die Forschung und Entwicklung im Bereich GSM/GPRS voran, woraus jedes Jahr signifikante Zuwächse der Marktanteile resultieren.

Da im neuen UMTS-Markt eine starke Position sorgfältig ausgebaut werden muss, begleitet Alcatel die Aktivitäten in Forschung und Entwicklung durch gezieltes, kommerziell geprägtes Herangehen an den Markt. Damit die Ressourcen optimal eingesetzt werden können, beruht dieses auf der Akquisition einer überschaubaren Anzahl von Schlüsselkunden. Zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren zählt außerdem die enge Zusammenarbeit mit den besonders aktiven Betreibern von Netzen der dritten Generation. Deswegen gehören z.B. die Orange-Gruppe, NTT DoCoMo, Hutchison in Europa (Italien und Großbritannien) und SKT in Korea zu den Partnern von Alcatel.

Diese Kooperation bringt für Alcatel den Vorteil mit sich, am Ursprung der neuesten Entwicklungen teilzuhaben. Umgekehrt können die Netzwerkbetreiber ihren Kunden dank Alcatel innovative Multimediadienste anbieten. Möglich machen dies die UMTS-Infrastruktur von Alcatel und darüber hinaus - die offenen und modularen Anwendungs- bzw. Diensteplattformen (Open Service Delivery Environment), die bereits von wichtigen Betreibern im UMTS-Umfeld - wie etwa Hutchison - übernommen wurden; und - das Know-how hinsichtlich der umfangreichen Tests zwischen Infrastruktur und Mobile bei den sogenannten - Interoperability Tests - (IOT), sowohl für GPRS- als auch UMTS-Technologien.

Das 3G-Reality-Center-Program
Durch die Kooperation mit erprobten Partnern ist Alcatel in der Lage, eine große Bandbreite innovativer Lösungen anzubieten. Darüber hinaus ist der aus diesen Zusammenarbeiten resultierende Mehrwert eine tragende Säule des 3G-Reality-Center-Program von Alcatel. Seit Anfang 2002 sind in diesen weltweit angesiedelten 3G-Reality-Zentren Multi-Zugangs-Netze (GPRS, UMTS und seit neuestem auch WLAN und xDSL) zu Versuchszwecken eingerichtet. Mithilfe dieser Netze wird eine große Palette von interessanten Applikationen und Inhalten für die zweite und dritte Netz-Generation überprüft und integriert. Um die Integration von echten Ende-zu-Ende-Lösungen zu garantieren, arbeiten die 3G-Reality-Centers kontinuierlich mit unterschiedlichen Herstellern von Endgeräten, Applikationslieferanten und Inhalte-Anbietern zusammen.

Fazit und Ausblick
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass der Aufbau eines flächendeckenden UMTS-Netzes in mehreren Stufen vonstatten geht: Zunächst werden dicht besiedelte Stadt- und Geschäftszentren versorgt, später nach und nach die ländlichen Gebiete. Ausschlaggebend aber für den Umfang des Netzauf- und -ausbaus ist die Nachfrage der potenziellen Kunden. Grundsätzlich gilt: Erst wenn ihnen entsprechend vielfältige, nützliche und ausgereifte Applikationen sowie interessante Inhalte angeboten werden, werden die künftigen Nutzer darüber entscheiden, ob sie innovative, auf UMTS basierende Multimediadienste, nutzen.
 
Quelle: Alcatel

eingesandt von: Terhi Varkila am 30.11.2002 11:23 Uhr

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