eine Seite zurück diese Seite zu den Favoriten hinzufügen diese Seite per E-Mail weiterempfehlen Volltext-Suche diese Seite ausdrucken zurück zur Startseite

Arcor und Bahn gründen Arcor Bahntelematik


Unternehmen erzielen Einigung – Weg für Börsengang frei

Frankfurt, 17.07.2001 - Die Arcor AG & Co. und die Deutsche Bahn AG werden Anfang 2002 eine Bahntelematik-Gesellschaft gründen. Das ist der Kern einer Einigung, die beide Unternehmen jetzt erzielt haben. In der neuen Gesellschaft konzentriert Arcor künftig das bahnspezifische Geschäft. Mit dem erreichten Verhandlungsergebnis wird der Weg für den beabsichtigten Börsengang von Arcor endgültig frei.

Um die Kontinuität des wichtigen Bahngeschäfts zu sichern, übernimmt Arcor mit 50,1 Prozent der Anteile die unternehmerische Führung an der neuen Gesellschaft. Die Bahn ist mit 49,9 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligt.

Anfang 2002 soll die Arcor DB Telematik GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main gegründet werden. Vorsitzender der Geschäftsführung wird Rolf Endregat, der in Personalunion im Arcor-Vorstand weiterhin das Ressort Bahn und Service vertritt.

Mit der Ausgründung der bahnspezifischen Dienstleistungen in eine eigenständige Gesellschaft erhält die Deutsche Bahn die Möglichkeit, ihren unternehmerischen Einfluss auf dieses Geschäftssegment dauerhaft zu sichern. So hat die Deutsche Bahn zum 1. April 2005 erstmals die Option, ihre Anteile an der Arcor Bahntelematik zu erhöhen. Die Integration von Ausgaben für Telekommunikations-Infrastrukturmaßnahmen in die gesamte Investitionsplanung wird für die Bahn außerdem erleichtert.

Der Umsatz mit bahnspezifischen Diensten betrug bei Arcor im vergangenen Jahr rund 430 Mio. Euro und machte damit 25 Prozent vom Jahresumsatz aus. Mit der Arcor Bahntelematik entsteht ein schlagkräftiges Unternehmen, das sich ausschließlich auf die Erbringung bahnspezifischer Dienstleistungen ausrichten wird. Zu den Services gehören u.a. der Aufbau von Telekommunikationsanlagen in elektronischen Stellwerken, die Wartung und Entstörung von bahninternen Betriebsfernmeldeanlagen oder die Installation und der Betrieb eines modernen digitalen Zugfunk-Systems.

Standard-Telekommunikationsleistungen wie Sprachtelefonie, Internet und der Betrieb eines IP-Netzes werden weiterhin, im Rahmen der bestehenden, langfristigen Verträge, durch Arcor erbracht.

Ebenfalls unberührt von der erzielten Einigung bleibt die 18-prozentige Beteiligung der Deutschen Bahn an Arcor. Das bisher bestehende Vetorecht der Deutschen Bahn entfällt. Damit wird für Arcor der Weg für den seit einiger Zeit beabsichtigten Börsengang endgültig frei. „Die getroffene Vereinbarung schafft eine hervorragende Grundlage für noch stärkeres, externes Wachstum von Arcor. Wir haben jetzt eine Finanzposition, die uns noch mehr Dynamik im Markt gibt“, betont Harald Stöber, der Vorstandsvorsitzende von Arcor.

Quelle: Arcor Pressestelle

eingesandt von: Arne Oberdieck am 18.07.2001 08:20 Uhr

« vorherige |  News-Startseite |  aktuelle Nachrichtennächste »  ]