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Auch Billigtarife können Jugendliche in die Pleite treiben

Xonio zeigt die größten Fallen der Discounter

München (hg) – Trotz Preisrutsch und Billig-Tarifen: Jugendliche, die viel mit dem Handy telefonieren, drohen nach wie vor in die Kostenfalle zu geraten. Denn auch die Discount-Anbieter kassieren gern durch die Hintertür ab, wenn der Kunde nicht aufs Kleingedruckte achtet. Verbraucherberater Xonio hat die größten Tariffallen aufgedeckt.

Xonio zeigt die größten Fallen der DiscounterDie SMS-Falle
SMS-Versand ab neun Cent – das ist wirklich günstig, schließlich liegt der Standardpreis für eine Kurznachricht immer noch bei 19 Cent. Da kommen die Spartarife von Jamba oder Viva gerade recht: Die beiden Anbieter zielen mit ihren Prepaid-Angeboten direkt auf die Handy-Kids und werben mit neun Cent pro SMS. Klar, dass das bei den Jugendlichen zieht. Doch die Großzügigkeit hat ihren Preis. Im Gegenzug kassieren die Nachrichten-Discounter nämlich 25 Cent pro Gesprächsminute. Wer sein Handy also nicht nur als SMS-Terminal nutzt, sondern damit auch telefoniert, läuft bei Viva und Jamba Gefahr, trotz des SMS-Rabatts mehr Geld auszugeben als nötig.

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Dabei gibt´s durchaus vernünftige Alternativen, wie Xonio-Chefredakteur Uwe Baltner anmerkt: "Bei Billigkonkurrenten wie Simyo, EasyMobile oder Blau kostet der SMS-Versand zwar elf oder zwölf Cent, dafür liegen die Minutenpreise bei nur 16 Cent oder sogar noch günstiger. Grundsätzlich ist es also hilfreich, sich vorher darüber klar zu werden, wie man sein Handy tatsächlich nutzt."

Die Guthaben-Falle
Nicht wenige Eltern rüsten ihren Nachwuchs nur für den Notfall mit einem Handy und einer Discount-Karte aus. Bei ihnen könnte die Guthaben-Falle zuschnappen. Denn das aufgeladene Guthaben bleibt nach dem Aktivieren nur begrenzte Zeit gültig – in der Regel nur sechs Monate. Bei Xtra Click & Go, der Discount-Karte von T-Mobile, verfällt das nicht genutzte Guthaben sogar schon nach 92 Tagen. Ein auf der Karte vorhandener Restbetrag lässt sich kurzfristig nur reaktivieren, indem neues Geld "nachgeschossen" wird.

Auch Billigtarife können Jugendliche in die Pleite treibenDie Verlust-Falle
Teuer kann es auch werden, wenn das Handy geklaut wird oder einfach nur verloren geht. Wer dann seine SIM-Karte sperren lässt und/oder sich Ersatz beschafft, muss bei einigen Discountern für diese Services ordentlich löhnen. So verlangt etwa simply allein für die Kartensperrung satte 17,95 Euro, die Ersatzkarte schlägt noch einmal mit 19,95 Euro zu Buche. Ebenfalls knapp 20 Euro für eine neue Discount-Karte kassieren zum Beispiel klarmobil.de und debitel-light. Dass es auch deutlich billiger geht, beweist EasyMobile. Uwe Baltner: "Der Talkline-Ableger bietet den Sperr-Service bereits für fünf Euro an. Und die neue Karte kommt schon für zehn Euro ins Haus – wie etwa auch die von blau.de oder simyo."

Die Mailbox-Falle
Ein Vorteil vieler Discount-Angebote sind die kostenlosen Anrufe zur eigenen Mailbox. Doch so viel Großzügkeit ist längst nicht selbstverständlich. Mancher Billiganbieter – etwa Aldi oder Payback – berechnet für die Abfrage des Anrufbeantworters den regulären Minutenpreis. Genau hinschauen lohnt sich also.

Mehr über die häufigsten Discount-Fallen und wie man sich – und den Nachwuchs – davor schützt, findet sich unter www.xonio.com.

Quelle: Xonio   
Foto: BenQ Mobile

eingesandt von: Torben Henke am 07.02.2006 13:21 Uhr

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