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Bei Discount-Tarifen lauern viele Kostenfallen

"connect" zeigt die Schwächen der vermeintlichen Schnäppchen

Stuttgart - Immer mehr Mobilfunk-Anbieter locken Kunden mit Discount-Tarifen. Doch hinter den vermeintlichen Schnäppchen lauern jede Menge Kostenfallen. Das Telekommunikationsmagazin "connect" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe (2/2006, EVT: 12. Januar) über die Tücken der Angebote.

Bei Discount-Tarifen lauern viele KostenfallenBei den Discount-Anbietern sollten Kunden nicht nur auf die Preise für Telefonie und SMS-Versand achten, sondern auch einen Blick auf die Taktung werfen, rät "connect". Bei easyMobile, Simply und klarmobil.de kostet ein Telefonat in alle deutschen Netze zwar nur 14 Cent pro Minute, dafür rechnen die Anbieter aber jede Minute voll ab. Wer oft knapp über eine Minute spricht, ist mit Simyo, debitel-light oder blau.de besser beraten. Hier stehen zwar 16 Cent pro Minute zu Buche, doch zahlt der Kunde nur die erste Minute voll - danach wird sekundengenau abgerechnet.

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Wenignutzer sitzen bei den Discountern nicht unbedingt in der ersten Reihe. Der Grund: Das Guthaben gilt bei den meisten neuen Prepaid-Karten nur sechs Monate. Erst wenn der Kunde erneut Geld überweist, wird das eingefrorene Restbudget wieder freigegeben. "connect"-Tipp: Wer nicht jeden Tag sein Handy nutzt, sollte seine Karte öfter mit kleineren Beträgen aufladen.

Im Gegensatz zu den etablierten Mobilfunk-Betreibern bieten die meisten Discounter die Abfrage der Mobilbox zum Nulltarif an. Doch auch diesen Punkt sollten Nutzer genau prüfen. So berechnen Simply, easyMobile, klarmobil.de und beim Vertragstarif auch Tchibo für das Abhören den normalen Gesprächspreis - je nach Anbieter sind das immerhin bis zu 17 Cent pro Minute. Der Discounter Payback dagegen verlangt für Anrufe bei der Mobilbox sogar 29 Cent.

Ist das Handy geklaut, muss die Karte möglichst schnell gesperrt werden. Während sich Netzbetreiber mit moderaten Gebühren begnügen, kassieren viele Discounter kräftig ab. Simply etwa berechnet rund 18 Euro für die Sperrung. Und auch für eine neue Karte müssen Kunden oft tief in die Tasche greifen. Bei Simply und debitel-light kostet eine Ersatzkarte rund 20 Euro. Simyo, easyMobile und blau.de verlangen rund 10 Euro.

Hinter den vermeintlichen Schnäppchen lauern jede Menge Kostenfallen.Wer schnelle Handy-Hilfe braucht, ruft in der Regel die Hotline an. Doch hinter diesem Kundenservice lauern bei vielen Discountern hohe Gebühren. Pro Beratungsminute zahlen Tchibo-Kunden bis zu 25 Cent, Simyo und blau.de verlangen jeweils 49 Cent und debitel-light bucht saftige 99 Cent pro Hotline-Minute vom Guthaben ab. Schlusslicht bei den Hotlines ist Simply: Wer hier nach Rat fragt, zahlt über eine 0900-Nummer bis zu 1,79 Euro pro Minute.

Quelle: connect Telekomm.magazin
Foto: Sony Ericsson

eingesandt von: Terhi Varkila am 11.01.2006 13:28 Uhr

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