Stuttgart - Im Handymarkt zeigt sich parallel zum Multimedia-Hype ein Trend zur neuen Sachlichkeit. Mit Einsteiger-Modellen wollen jetzt auch die klassischen Produzenten, die sonst eher die technologische Reizüberflutung vorantreiben, den Billiganbietern Konkurrenz machen.
Das Telekommunikationsmagazin "connect" (Heft 6/2003, EVT: 22. Mai) hat zehn aktuelle Billig-Handys einem detaillierten Praxistest unterzogen und geprüft, ob die günstigen Einsteigermodelle auch die Basisanforderungen in punkto Ausstattung, Handhabung sowie Empfang und Ausdauer beherrschen. Der Testsieg ging an Siemens, der mit dem A55 erneut ein Handys mit guten Preis-Leistungs-Verhältnis auf den Markt gebracht hat. Enttäuschend dagegen die Vorstellung von Nokia und Sony Ericsson in diesem Preis-Segment. Billige Phones sind offensichtlich nicht die Stärke der beiden etablierten Hersteller.
Laut "connect"-Praxistest konnte sich das Einsteiger-Modell A55 von Siemens zwar auf Platz eins positionieren, erzielte im "connect"-Urteil allerdings auch nur ein befriedigend. Ein großer Pluspunkt des Billig-Handys für 159 Euro ist die einfache Bedienung. Trotz magerer Ausstattung in dieser Klasse kann das Siemens zudem mit einem Anruffilter und WAP aufwarten. Gelungen scheint auch der Markteintritt des koreanischen Herstellers Maxon: Dem kultigen Klappenhandy MX-7920 von Maxon wurden im Test (Platz zwei) gute Chancen im Prepaid- und Einsteigersegment bescheinigt. Zumal Hingucker-Handys in diesem Format sonst wesentlich mehr kosten als 289 Euro, so "connect".
Enttäuschend ist nach Meinung der Experten von "connect" das Nokia 2100 (159 Euro). Das Billig-Handy ist zwar einfach zu bedienen, was aber nicht über die schwache Ausdauer und den schlechten Empfang hinwegtäuschen kann. Das Sony Ericsson SEM100 - im Test mit 129 Euro das günstigste Gerät - wartet zwar mit leichtem Miniaturformat auf, zeigte aber nur magere Ausdauer und unbefriedigende Funkeigenschaften.
Übrigens: Ab sofort wird das Rundstrahlverhalten von Handys, das bisher über eine Vielzahl von Messwerten beschrieben wurde, im "connect"-Heft auch als 3-D-Diagramm dargestellt, womit sich auf einen Blick erfassen lässt, welches Handy gute und welches Handy schlechte Sendeleistungen bietet.
Quelle: connect
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eingesandt von: Terhi Varkila am 21.05.2003 09:31 Uhr
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