München (hg) – Wer günstig und ohne monatliche Fixkosten an ein Handy plus SIM-Karte kommen will, findet passende Angebote inzwischen nicht nur bei Tchibo. Verbraucherberater Xonio hat den Markt der Preisbrecher gesichtet. Fazit: Der Gang zum Mobilfunk-Discounter lohnt sich nicht für jeden, denn auch Billig-Tarife können teuer werden.
Meist handelt es sich bei den Angeboten von Tchibo & Co. um so genannte Prepaid-Produkte. Und deren Vorteile sind klar: Der Nutzer bleibt frei von vertraglichen Zwängen und monatlichen Fixkosten, denn eine monatliche Grundgebühr gibt es hier nicht. Da nur abtelefoniert werden kann, was zuvor an Guthaben erworben wurde, ist man überdies vor unliebsamen Überraschungen bei der Handy-Rechnung sicher. Ein weiterer Vorteil ist, dass einheitliche Minutenpreise – etwa bei den Tarifen von Tchibo oder Schwarzfunk (uboot.com) – für Durchblick bei den Kosten sorgen.
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Doch auch die Billig-Angebote haben ihren Preis. So bekommt der Kunde kein aktuelles Top-Handy, sondern meist ein Auslauf- oder Einfachmodell. Die begehrten Spitzengeräte, ausgestattet mit Megapixel-Kamera und MP3-Player, bleiben Vertragskunden vorbehalten. Außerdem sind die Handys, die im Prepaid-Paket gekauft werden, für zwei Jahre fest an die dazu gehörige SIM-Karte gebunden. Die vorzeitige Entsperrung kostet bis zu hundert Euro.
Teurere Gespräche als mit Vertrag
Auch bei den Kosten fürs Telefonieren ist nicht alles Gold, was im Schaufenster glänzt. So sind die Minutenpreise der Discounter – siehe oben – zwar meist günstiger als die sonst üblichen Prepaid-Tarife, dennoch liegen sie in der Regel höher als die Preise, die man als Vertragskunde bezahlt. Der Wegfall der so genannten Tarif-Optionen und der günstigen Telefonate zu Nebenzeiten, durch die für Vertragskunden ein Teil der Gespräche billiger werden, tut ein Übriges. So zahlt der Prepaid-Nutzer etwa am Wochenende oder in den Abendstunden oft deutlich mehr als nötig. Diese Unterschiede im Preisgefüge führen dazu, dass ab einem gewissen Gesprächsaufkommen oder bei einem ungünstigen Nutzungsverhalten die Billig-Tarife unterm Strich teurer werden als ein Handy-Vertrag.
Gut für Leute ohne große Ansprüche
Generell gilt, so Xonio-Chefredakteur Uwe Baltner: "Nur wer keine großen Ansprüche an sein Handy stellt, es nur selten nutzt und sich nicht vertraglich binden möchte, kann die aktuellen Low-Budget-Angebote in Erwägung ziehen. Sie sind für diesen Nutzer-Typus auf jeden Fall günstiger als die klassischen Prepaid-Tarife der Netzbetreiber.“
Andere Nutzer, so der Xonio-Chef, "sollten sehr genau prüfen, wann und wie viel sie wirklich mobil telefonieren und gegebenenfalls bei Xonio den für sie optimalen Tarif suchen. Denn mit diesem lassen sich über eine Laufzeit von zwei Jahren durchaus dreistellige Euro-Summen sparen."
Neben den Billig-Angeboten von Tchibo (O2) und uboot.com (E-Plus) hat Xonio auch den aktuellen Tankstellen-Tarif "Xtra und los" (T-Mobile) und die SIMply-Card von Victorvox (T-Mobile) unter die Lupe genommen. Die detaillierten Ergebnisse finden sich unter www.xonio.com.
Quelle: Xonio
Foto: Sony Ericsson
eingesandt von: Terhi Varkila am 13.05.2005 14:44 Uhr
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