Stuttgart - Schnell ein Urlaubsbild per MMS-Handy übermitteln - das kann teuer werden. Denn wer mit einer deutschen Mobilfunk-Karte im Ausland telefoniert, Bildnachrichten oder SMS versendet, der zahlt nicht nur die üblichen Gebühren im ausländischen Netz, sondern zudem noch einen Aufschlag plus Mehrwertsteuer. In seiner neuen Ausgabe (Heft 7/2004) gibt das Telekommunikationsmagazin "connect" Tipps, wie sich hohe Gebühren vermeiden lasen.
Am teuersten ist der MMS-Versand. Ausländische Partnernetze unterstützen zwar in der Regel GPRS, aber die Preise sind gesalzen. Das Handy wählt sich im Urlaubsland von selbst in das jeweils stärkste Netz ein - dies muss jedoch nicht automatisch auch das günstigste sein. "connect" empfiehlt, vor der Abreise die Kosten der verschiedenen Anbieter sowohl in punkto Gesprächsgebühren, als auch für den MMS-Versand zu vergleichen und sich dann manuell einzuwählen. In Italien beispielsweise reicht die Preisspanne von 2,16 Euro bis zu 6,80 Euro für den Versand einer MMS von 100 KB. Auch für den Empfang einer Bildnachricht im Ausland darf der Urlauber tief in die Tasche greifen: Bis zu 5,51 Euro pro Message kassieren die Netzbetreiber ab.
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Da im Ausland auch der Empfang eines Telefongesprächs kostenpflichtig ist, ist es besser, so "connect", per SMS zu kommunizieren. Denn der Empfang der Kurznachrichten ist in der Regel gratis. Auch der SMS-Versand aus dem Ausland ist mit Kosten von meist unter 50 Cent deutlich günstiger als ein Telefongespräch oder eine Bildnachricht.
Zum Groschengrab kann auch die Mobilbox werden. Bei einer fallweisen Rufumleitung, beispielsweise bei Nichterreichbarkeit, kostet ein eingehender Anruf gleich doppelt: einmal für das ankommende Gespräch im Ausland und einmal für die Rückleitung nach Deutschland auf die Sprachbox. "connect" empfiehlt, die Mobilbox entweder ganz abzustellen oder alle Telefonate dorthin umzuleiten.
Wer im Ausland seine Mobilbox abhören möchte, muss dafür meist eine PIN eingeben. Wer seine PIN vergessen hat, sollte sich also noch zu Hause an die Hotline seines Netzbetreibers wenden. Außerdem wichtig: ein Steck-Adapter für die Ladestation. Je nach Reiseland muss man eventuell auf ein Leih-Handy ausweichen. In den USA, Kanada oder der Dominikanischen Republik beispielsweise benötigt man ein Triband- Gerät. Bei Reisen nach Asien oder Amerika sollte man sich deshalb, rät "connect", mindestens zwei Wochen vor Urlaubsantritt bei seinem Netzbetreiber informieren, welche Geräte man braucht und wo man diese mieten kann.
Quelle: connect Telekomm.magazin
Foto: Pressebild Siemens AG
eingesandt von: Terhi Varkila am 18.06.2004 11:50 Uhr
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