"connect"-Reparatur-Report: Jedes siebte Handy geht kaputt
Nokia ist mit vier Modellen Spitzenreiter in der Pannenstatistik! Wie jedes technische Gerät können auch Handys
einmal den Dienst versagen. Die Zeitschrift "connect" deckte in der
aktuellen Ausgabe (Nr.13, EVT 13. Juni 2001) mit der Hilfe von über
23.000 Lesern die Reparaturanfälligkeit der mobilen Telefone auf.
Fazit: Jedes siebte Handy in Deutschland geht innerhalb der ersten 24
Monate kaputt. Trauriger Spitzenreiter nach Herstellern ist Motorola,
dicht gefolgt von Sagem. Auch Nokia-Geräte sind nicht frei von
Defekten. Die Finnen sind in der Einzelauswertung mit gleich vier
Modelle an vorderster Pannenfront.
In einer Leserbefragung ermittelten die "connect"-Experten erst
einmal die Anzahl der defekten Geräte. Danach folgte die
Detailauswertung: Welche Handys waren aus welchem Grund schon einmal
in der Werkstatt, wie lange dauerte die Reparatur, bekam der Kunde
ein Ersatzhandy? Insgesamt schnitt Motorola bei den Herstellern am
schlechtesten ab. Zwar war das teuerste Bauteil, das Display, weniger
anfällig als bei anderen Herstellern, dennoch gingen etwa 19 Prozent
aller gemeldeten Pannen auf das Konto der Amerikaner. Platz zwei in
der Pannenstatistik erreichte Prepaid-Spezialist Sagem. Fast jedes
fünfte Handy der Franzosen musste zur Reparatur. Nokia landete mit
etwa 15 Prozent auf Platz drei, obwohl die Finnen in der Auswertung
nach Modellen mit gleich vier Geräten die Pannenstatistik anführen.
Besonders defektanfällig sind die großen Displays der Topmodelle,
aber die robusten Einsteigerhandys von Nokia machten wieder Boden
gut. Ericsson kam mit 15 Prozent auf Platz vier (Hauptausfallgrund:
defekte Gehäuse). Siemens-Kunden hatten überdurchschnittlich häufig
Probleme mit dem Akku. Die Münchner landeten mit etwa zwölf Prozent
auf Platz fünf.
Der größte Schwachpunkt der defekten Handys waren generell die
Displays - mit bis zu 380 Mark Reparaturpreis auch das teuerste
Ersatzteil in modernen Mobiltelefonen. Jedes vierte defekte Gerät
musste wegen des kleinen Bildschirms in die Werkstatt. Bei jedem
sechsten kaputten Gerät war der Akku schuld. Tastaturen und Gehäuse,
so die "connect"-Experten, sorgten bei jedem zehnten Gerät für eine
Reparatur. Ärgerlich sind auch die langen Reparaturzeiten. Generell
müssen sich die Kunden auf etwa zehn Tage Reparaturdauer einstellen.
Sagem- und Trium-Kunden brauchten mit etwa 20 Tagen allerdings etwas
mehr Geduld.
Quelle: connect
eingesandt von: Arne Oberdieck am 12.06.2001 17:46 Uhr
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