Stuttgart - Erstmals können Handynutzer in Deutschland zum Pauschalpreis via UMTS am Handy fernsehen, ohne sich Sorgen über hohe Gebühren machen zu müssen. Der von Vodafone bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf präsentierte Tarif "UMTS-SpezialPaket" ermöglicht es, Videoclips und TV-Programme ohne Zusatzkosten zu empfangen. Mit dem neuen Inklusiv-Paket für Handy-Surfen und Handy-Fernsehen hat Vodafone ein faires Angebot für Privatkunden geschnürt, beurteilt das Telekommunikationsmagazin "connect" den neuen Tarif. Abrechnungsmodelle, bei denen der Kunde das übertragene Datenvolumen abschätzen musste oder bei denen ein simpler 30-Sekunden-Newsclip einen Euro kostete, sind auf Dauer nicht haltbar gewesen.
Die neuen Tarife weisen den richtigen Weg und machen UMTS für Privatkunden erstmals interessant, so "connect". Fällig werden 20 Euro im Monat für 50 Minuten Telefonie ins Vodafone- und Festnetz, eine WAP-Flatrate inklusive Video-Streaming, einen Musikdownload sowie die Nutzung des Vodafone-E-Mail-Dienstes am Handy. Mit diesem Betrag ist auch das Surfen im Portal "Vodafone Live" auf dem Handy-Display pauschal abgegolten. Dazu bringt Vodafone trotz allgemein steigender Handypreise zum Weihnachtsgeschäft zahlreiche UMTS-Geräte zu moderaten Preisen auf den Markt: Von 100 bis 400 Euro mit Vertrag reicht die Preisspanne. Im Portfolio sind ausschließlich Geräte, die Videotelefonie unterstützen. Bei Abschluss von Verträgen mit höheren monatlichen Grundkosten gibt Vodafone die Geräte noch etwas günstiger ab, jedoch sind die Paketpreise von bis zu 95 Euro für die meisten Nutzer zu hoch und enthalten mehr Gesprächsminuten als der Durchschnittskunde benötigt.
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Einen Flop leistet sich Vodafone allerdings gegenüber den Business-Kunden: Zwar stellte der Netzbetreiber neue Datenkarten für den Einsatz mit Notebooks vor. Doch obwohl die aktuellen UMTS-Handys alle Funktionen zur schnellen Datenübertragung mit dem Notebook bieten, wird den Käufern der neuen UMTS-Modelle diese sinnvolle Anwendung weitestgehend vermiest, kritisiert "connect". Denn noch bietet Vodafone Handy-Käufern hierfür keine geeigneten Tarife an. Kunden, die jetzt UMTS-Handys erwerben, können lediglich die für die meisten Anwendungen wenig attraktiven, nach Datenvolumen (Megabyte) abgerechneten, Tarife für die Notebook-Nutzung wählen. Dagegen bleiben die wesentlich kundenfreundlicheren, zeitabhängig abgerechneten Tarife Käufern der bald technisch überholten UMTS-Datenkarten zum Einstecken ins Notebook vorbehalten. Tarife, die nach Datenvolumen abgerechnet werden, sind für Notebook-Nutzer unberechenbar und momentan viel zu teuer, warnt "connect", und das im "UMTS-SpezialPaket" enthaltene Gratisvolumen von zwei Megabyte aus deren Sicht völlig realitätsfremd und unzureichend.
Quelle: connect Telekomm.magazin
Foto: Vodafone
eingesandt von: Terhi Varkila am 15.11.2004 09:43 Uhr
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