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Deutsch-chinesisches Mobilfunk-Institut in Berlin

"Sino-German Mobile Communications Institute (MCI)" das erste deutsch-chinesische Institut für Kommunikations- und Informationstechnologie in Deutschland eröffnet

In Berlin wurde das Sino-German Mobile Communications Institute MCI eröffnet. Dieses erste deutsch-chinesische Institut für Kommunikations-und Informationstechnologie in Deutschland markiert einen neuen Schwerpunkt in der Zusammenarbeit beider Staaten. Mit einem festlichen Kolloquium, an dem internationale Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft teilnehmen, wird diese neue Zusammenarbeit gefeiert.

Deutsch-chinesisches Mobilfunk-Institut in BerlinZiel der Forschungsarbeiten im MCI ist die Erhöhung der Information pro Bandbreite bei gleichzeitiger Reduktion der Sendeleistung und Strahlenexposition der Systeme. Für den Mobilfunk ergeben sich insbesondere Möglichkeiten zur Verrinngerung der Netzinfrastruktur und die technologische Unterstützung neuer Dienste und Anwendungen. Die Kosten pro übertragende Informationseinheit (Bit) können so verringert und die Akzeptanz mobiler, breitbandiger Multimediadienste erhöht werden. Weitere Anwendungen der Forschung sind im Bereich der Sensornetzwerke (Telematik, Logistik und Überwachung) zu erwarten. Die Leitung des MCI wird Holger Boche übernehmen. Der Professor der Technischen Universität leitet außerdem  am HHI die Abteilung „Breitband- Mobilfunknetze“.

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Die Forschungsarbeiten umfassen neue Übertragungstechniken sowohl für den zellularen Mobilfunk als auch für Systeme ohne Infrastruktur (Ad hoc Netzwerke). Schwerpunkte der Forschung sind dabei die Entwicklung neuer Luftschnittstellen für 3G+-UMTS-Systeme, effiziente höchst adaptive Verfahren in Zeit, Raum und Frequenz in Verbindung mit Mehrantennen- (MIMO) und Mehrträgersystemen (OFDM), verteilte, kooperative Antennensysteme, Car-to-Car Übertragung und drahtlose Sensornetzwerke.

Hauptaugenmerk der Mobilfunksysteme ist derzeit die Verbesserung der spektralen Effizienz (Bandbreite pro Hertz [Bit/s/Hz]). Sie ist ein Maß dafür, wie viel Information pro Bandbreite übertragen werden kann.
Auch neue Netzkonzepte sollen mit Hilfe mathematischer Modelle entwickelt werden, zum Beispiel für Ad hoc-Netze, die sich je nach Position der einzelnen Teilnehmer temporär ohne weitere Infrastruktur lokal bzw. regional aufbauen, beispielsweise zwischen fahrenden Autos (car-to-car Kommunikation) – Basis für aktiven Austausch zwischen Fahrern oder passive Datenkommunikation. Regional oder lokal verfügbare Dienste, etwa Taxiruf oder Restaurantsuche für die nahe Umgebung wären damit auch nutzbar, ohne die Frequenzbereiche bestehender Mobilfunknetze zu belasten.

Die Arbeiten werden unterstützt durch das Ministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des 3GET Projektes sowie durch Industrieprojekte und interne Projekte. Sie ergänzen sich mit den Arbeiten für WLAN Systeme in der Abteilung „Breitband-Mobilfunknetze“ des HHI.

Quelle: Fraunhofer-Institut Nachrichtentechnik - Heinrich-Hertz-Institut

eingesandt von: Terhi Varkila am 09.02.2004 11:02 Uhr

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