Mit Umsatzerlösen in Höhe von 1.305 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2002 hat die debitel AG das Ergebnis des Vorjahreszeitraumes (1.224 Millionen Euro) um sieben Prozent übertroffen. 885 (i.V. 878) Millionen Euro trug das deutsche Mobilfunkgeschäft zum Gesamtumsatz bei. Das inländische Mobilfunkgeschäft erreichte einen EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von 24 (i.V. 40) Millionen Euro. Grund für den großen Unterschied zum Vorjahreszeitraum waren einmalige Sondereffekte aus dem Verkauf der debitel Belgium im Mai 2001 und dem Prämiennachlauf aus dem Jahre 2000 in Höhe von zusammen 17 Millionen Euro. Der Vergleich des um die Einmaleffekte bereinigten Vorjahreswertes (in Höhe von dann 23 Millionen Euro) mit dem aktuellen Wert ergibt einen Anstieg von 4,3 Prozent. Im Segment Mobile Services blieb der EBIT mit zwei Millionen Euro nahezu konstant.
Die debitel AG beschäftigte zum 30.06.2002 europaweit 3.553 Mitarbeiter, 307 mehr als im Vorjahr. Hauptsächlich durch Unternehmenszukäufe stieg die Anzahl der im Ausland Beschäftigten auf 1.524. Im Inland lag die Beschäftigtenzahl zum Stichtag bei 2.029.
|
|||
|
|
|||
Die Lage der deutschen Mobilfunkbranche war im ersten Halbjahr 2002 angespannt. Die Marktdurchdringung an Mobilfunknutzern liegt in Deutschland heute bei 66 Prozent, sank damit im ersten Halbjahr um zwei Prozentpunkte. Dennoch hat die debitel AG ihren Kundenbestand trotz der im ersten Halbjahr branchenweit durchgeführten Bereinigung des Teilnehmerbestandes im Prepaid-Bereich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent von 9,5 auf 9,6 Millionen Kunden steigern können.
Zu einer positiven Entwicklung im Vertragskundensegment trugen u.a. die erheblich ausgeweiteten, ertragsorientierten Kundenbindungsmaßnahmen bei. So gelang es der debitel AG im ersten Halbjahr 2002 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Anzahl der erfolgreichen Kundenbindungsmaßnahmen um 76 Prozent zu erhöhen. Andererseits wurden den Kunden verschiedene, netzübergreifende Dienstleistungen zur Verfügung gestellt, die die Bindung an die debitel AG deutlich erhöhen.
Die debitel Auslandsgesellschaften konnten im ersten Halbjahr 2002 bei einem konstanten EBIT von einer Million Euro den Umsatz auf 416 (i.V. 322) Millionen Euro steigern. Mit einem Umsatzplus von 29 Prozent erreichen sie so einen Anteil am Gesamtumsatz von 32 Prozent. Dies ist bemerkenswert vor dem Hintergrund, dass die Teilnehmerzahlen der westeuropäischen Länder auch seit Jahresanfang stagnierten.
debitel geht für die beiden Gesellschaften in den Niederlanden und Frankreich davon aus, dass die Integrationen der 2001 erworbenen Gesellschaften Talkline Nederland und Vidélec zusätzliche ergebnisbelastende Aufwendungen erfordern. Bei debitel Nederland wird sich dieser Effekt insbesondere im zweiten Halbjahr 2002 bemerkbar machen, bei debitel France werden die Auswirkungen noch ins erste Halbjahr 2003 reichen.
"Für alle Mobilfunkmärkte, in denen wir aktiv sind, erwarten wir im zweiten Halbjahr keine wesentlichen Verbesserungen. Für die Herausforderungen gesättigter Märkte sehen wir uns dennoch bestens gerüstet dadurch, dass wir mit eigenen innovativen Diensten schon heute unser erweitertes Geschäftsmodell als enhanced Service Provider (eSP) mit Leben erfüllen. Bestärkt in unserer Strategie werden wir auch durch unseren flächendeckenden Marktzugang und durch die beachtlichen Erfolge unserer Kundenbindungsmaßnahmen. Dies in Verbindung mit unserer Kompetenz bei Prozessen und Strukturen soll den anhaltenden Erfolg des Unternehmens trotz des schwierigen Umfelds sicherstellen. Für das gesamte Jahr kann dank der Akquisitionen im internationalen Geschäft voraussichtlich mit einem Umsatzwachstum gerechnet werden. Durch die anfallenden Integrationskosten und den Margendruck erwartet debitel einen EBITDA, der leicht unter dem Vorjahr zu liegen kommt", kommentiert Peter Wagner die Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse 2002.
Quelle: debitel
Über debitel:
Die debitel AG mit Sitz in Stuttgart ist eine der größten europäischen Telefongesellschaften und einer der marktführenden Anbieter von Konvergenzprodukten aus Mobilfunk, Festnetz und Internet. Derzeit hat debitel in Europa rund 9,6 Millionen Mobilfunk-, Festnetz- und Internetkunden. Das Unternehmen beschäftigt in Europa mehr als 3.550 Mitarbeiter, davon über 2.000 in Deutschland. Die debitel AG ist seit Ende März 1999 an der Börse notiert.
eingesandt von: Terhi Varkila am 23.08.2002 14:42 Uhr
[ « vorherige | News-Startseite | aktuelle Nachrichten | nächste » ]