"Der TV-Empfang auf dem Handy ist seit langem mal wieder ein Dienst, der niemandem erklärt werden muss - Fernsehen kennt jeder", erklärt Markus Buchwald, Senior Consultant bei Detecon International. Dies sei einer der Hauptgründe für das große Potenzial von DVB2Mobile. Unabhängig von seiner technischen Verfügbarkeit lebt das mobile Fernsehen vor allem von den Programminhalten. Content-Lieferanten werden auch in Zukunft weniger die Mobilfunkanbieter, sondern weiterhin die bestehenden TV-Sender sein.
Nach Ansicht der Experten eignen sich klassische Vollprogramme wie Reportagen oder Spielfilme jedoch kaum für das Handy-TV. Spezielle Fernsehformate könnten daher zukünftig zu einem wichtigen Geschäftsfeld der bestehenden Sender werden. Großes Potenzial sehen die Fachleute vor allem bei Musik- und Sportinhalten, Nachrichtenformaten sowie bei Erotiksendungen und interaktiven Flirt- oder Gaming-Programmen.
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Bei den Herstellern von Handys, PDAs (Personal Digital Assistants) oder Smartphones wird das mobile Fernsehen voraussichtlich nicht zu nennenswerten Umsatzsteigerungen führen: 62 Prozent der Befragten glauben nicht, dass die Nutzer ihre mobilen Endgeräte nur wegen DVB2Mobile früher durch neue, DVB-fähige Telefone austauschen. Da die Kunden nicht bereit sind, für das mobile Fernsehen deutlich tiefer in der Tasche zu greifen, werden auch die Netzbetreiber - außer einer kleinen Grundgebühr - nicht viel mit DVB2Mobile verdienen. "Sie können allenfalls darauf hoffen, dass ihre Kunden bestehende Dienste auf DVB-Geräten mit größeren Displays intensiver nutzen", so Klaus Greiber, Consultant bei Detecon International.
Quelle: Detecon International
eingesandt von: Gunda Lieser am 21.07.2004 11:01 Uhr
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