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Ericsson demonstriert erstmals IPv6 über 3G UMTS/WCDMA Netze

Demonstration ist Teil des EU-Projektes IPv6 Wireless Internet Initiative (6WINIT) und markiert einen wichtigen Schritt hin zu einem Alltag in dem Mobilfunknutzer immer optimal verbunden sind („Allways Best Connected“).

Während einer Krankenwagenfahrt hat Ericsson  zum ersten Mal die Übertragung von Patientendaten im nahtlosen Übergang von einem GSM- (2G-) zu einem UMTS- (3G-) und WLAN-Netz demonstriert. Neben den medizinischen Daten wurden erstmals mit Hilfe des IPv6 Protokolls gleichzeitig Sprache und Videosequenzen übertragen.  

Drei Schlüsseltechnologien wurden zum ersten Mal zusammengeschaltet, um den Nutzen, den ein nahtloser Übergang mobilen Dienstleistungen verschafft, zu demonstrieren: das Internet Protokoll der nächsten Generation (IPv6), 3G (UMTS/WCDMA) und Multi-Access.

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Das Guardian Angel (Schutzengel) getaufte medizinische Notfallsystem kann, ohne dass die Verbindung unterbricht, zwischen verschiedenen Netzzugängen hin- und herschalten. Es entscheidet über das für den jeweiligen Standort optimale Netz selbständig. Fährt der Krankenwagen über Land, ist der Guardian Angel per GPRS/GSM mit dem Krankenhaus verbunden, in dem die Ärzte in der Notaufnahme die Patientendaten wie Herzfrequenz, Blutdruck etc. schon während des Transportes auswerten können. Fährt die Ambulanz durch dicht besiedeltes Gebiet, schaltet der Guardian Angel automatisch auf das breitbandigere UMTS/WCDMA um. Erreicht der Krankentransport das Hospital, schaltet das Notfall-System auf das WLAN Netz des Hauses um. Der Datenstrom kann dabei über verschiedene Netzwerkschnittstellen parallel fließen. Diese Redundanz erhöht die Ausfallsicherheit. Wenn z.B. das WLAN instabil ist, nutzt Guardian Angel zur Übertragung der oftmals lebenswichtigen Daten simultan GSM/GPRS oder UMTS/WCDMA.

3G UMTS/WCDMA

An der Vorführung beteiligten sich im Rahmen des EU-Projektes 6WINIT die Universitätskliniken von Tübingen, Stuttgart, Bremen, das University College London und Ericsson. Sie fand in Stockholm am Ericsson Hauptsitz in Anwesenheit von Vertretern der EU statt, die dabei die Endabnahme des EU Projektes durchführten.

Über 6WINIT
Federführend im EU-Projekt IPv6 Wireless Internet Initiative (6WINIT) ist das University College London. Es wurde 2001 von einem Konsortium namhafter Netzbetreiber, Netzausrüster, Forschungsgemeinschaften, Kliniken und Universitäten ins Leben gerufen. 6WINIT validiert die Einführung des neuen drahtlosen, mobilen Internets in Europa, indem es Testumgebungen für die Planung, den Aufbau und den Live-Testlauf von mobilen Umgebungen fördert, die als End-to-End Lösungen auf IPv6 setzen.

Über IPv6
Der anhaltende Erfolg des Internet hat IPv4 Adressen zu einer begehrten, raren Ware gemacht. Endgeräte für das mobile Internet, ob für interaktive Multimedia Dienste, Netze für zu Hause, Überwachungssysteme für Autos, Schiffe, Flugzeuge oder Telemetrie bedürfen alle eigener IP Adressen, um in Zukunft immer optimal verbunden sein zu können. Das ist nur mit IPv6 möglich. Außerdem räumt IPv6 mit einer Reihe von Schwächen von IPv4 auf, wie einer fehlenden Routing-Hierarchie, einem Mangel an konsistenten Sicherheitsmechanismen, nicht ausreichenden automatischen Konfigurationsmöglichkeiten und ineffizienter Routing-Unterstützung von mobilen Knoten.

Ericsson war die erste Firma, die kommerzielle IPv6 Router herstellte (1995). Im Oktober 2000 demonstrierte Ericsson in Kooperation mit BT Wireless und SmarTone in Hong-Kong als erster Anbieter IPv6 in einem GPRS Netzwerk. Im Februar 2001, beim GSM World Congress in Cannes, präsentierte Ericsson weltweit zum ersten Mal einen Echtzeit-Router für das Radio Access Network, der IPv4/v6 unterstützt.

Ericsson plant die Einführung von IPv6 in allen Produkten, die nahtlose End-to-End Dienste ermöglichen. Innerhalb des 3GPP hat Ericsson maßgeblich an der Etablierung von IPv6 als Standard für die Unterstützung von multimedialen IP Services in 3GPP R5 mitgewirkt.
 
Quelle: Ericsson

eingesandt von: Terhi Varkila am 04.02.2003 10:06 Uhr

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