Die Unternehmen werden sich auf die Entwicklung interoperabler Serverlösungen für Diensteanbieter, Unternehmen und Mobilfunknetzbetreiber
konzentrieren. Gemeinsame Spezifikationen werden in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Standardisierungsgremien der Branche entwickelt.
Das Engagement der IT-Industrie für die Initiative Offene Mobile Architektur (OMA) leitet eine neue Phase der Entwicklung mobiler Dienste ein, da künftig
auch mobil auf Anwendungsserver auf Basis der JavaTM 2 Platform Enterprise Edition (J2EE) auch mobil zugegriffen werden kann. Damit fördert das
Engagement die Entwicklung von einheitlichen Programmierschnittstellen für mobile Applikationen (APIs). Dadurch verfügen Entwickler über optimale
Mittel, um ihre Anwendungen um mobile Komponenten zu erweitern und damit das weltweite Wachstum mobiler Dienste und Software-Innovationen von
Drittanbietern für mobile Endgeräte zu steigern.
Die Unternehmen haben erkannt, dass sich Entwicklern große Herausforderungen in der Einbindung von Anwendungen in ein mobiles Umfeld stellen. Dennoch
können erstklassige und viel genutzte Benutzeroberflächen die Kosten für Entwicklung und Einsatz verringern und zugleich einem neuen und größeren Kundenstamm Zugriff gewähren. Entwickler können so mit dem gleichen Anwendungs-Design sowohl Internet- als auch Mobilfunkkunden erreichen und
damit in beiden Umgebungen eine noch höhere Benutzerfreundlichkeit erreichen.
Die Unternehmen haben sich auf die Zusammenarbeit mit Netzbetreibern und Herstellern von Netzwerkinfrastruktur geeinigt, um die Entwicklung von mobilen Diensten auf Basis von J2EE-Anwendungsservern zu unterstützen. Ziel dieser Zusammenarbeit ist auch, die Komplexität der Infrastruktur in den Hintergrund zu stellen, zugunsten der spezifischen Eigenschaften von
Mobilfunknetzen wie Verfügbarkeit, Ortsbezogenheit und mobile Authentifizierung. Letztendlich erwartet man durch die nicht-fragmentierte Plattformumgebung eine größere Auswahl an Diensten für Privat- und
Geschäftskunden.
Neue Produkte und Lösungen, die die mobile Umgebung mit dem Internet verbinden, werden auf Standards der offenen mobilen Architektur basieren. Hierzu gehören JavaTM und 3GPP-konforme Techniken, wie WAP2.0/ XHTML, MMS (Multimedia Messaging Service) und SyncML. Damit der Spezifizierungsprozess im Bereich der J2EE API-Technik erleichtert wird, werden die Unternehmen gemeinsam Vorschläge für Spezifikationen vorbereiten, bevor sie dem Java Communitiy Process (JCP (SM)) vorgelegt werden.
Die Ankündigung weiterer Unternehmen, sich der Initiative anzuschließen, unterstreicht das Engagement der Branche für die am 13. November 2001 auf der Comdex in Las Vegas vorgestellte Initiative für eine mobile Architektur. Führende Unternehmen der mobilen Kommunikation gaben auf der Fachmesse in
Las Vegas ihre Zielsetzung bekannt, einen weltweiten und offenen Markt für mobile Software und Dienste zu schaffen. Darüber hinaus trafen die Interessengruppen der Branche zusammen, um die baldige weltweite Einführung neuer, interoperabler Dienste für mobilen Internetzugang und das
Herunterladen von visuellen Inhalten im Rahmen der GSM/GPRS-Evolution und der künftigen auf der WCDMA-Technik basierenden 3G-Mobilfunknetze zu
fördern.
Die Initiative für eine offene mobile Architektur umfasst Client Software Module für Hersteller mobiler Endgeräte sowie die entsprechenden
Serverlösungen. Mithilfe von einheitlichen globalen und offenen Standards werden die Branchenführer in der Lage sein, ihren Kunden eine große Auswahl
an verschiedenen konkurrenzfähigen und interoperablen Lösungen und Diensten anzubieten. Somit werden sie das Wachstum der Industrie vorantreiben und größenbedingte Wirtschaftsvorteile (Economies of Scale) für die gesamte Industrie sicherstellen.
"Nokia freut es zu sehen, dass die Initiative für eine offene mobile Architektur an Dynamik gewinnt und sich auf den Bereich IT-Infrastruktur
ausweitet. Die übereinstimmende Meinung von BEA Systems, Borland, HP, IBM, Oracle, Sun und der führenden Telekommunikationsunternehmen, dass offene
Standards von hoher Bedeutung für die Schaffung einer Umgebung für künftige digitale Dienste sind, ist für diese Initiative wichtig. Gemeinsam legen wir
das Fundament für eine Architektur, die die mobile Welt mit dem Internet verbindet. Dadurch ermöglichen wir den Kunden nahtlose Nutzung von Anwendungen und erschaffen umfangreiche, Mehrwert bietende Dienste. Die Serveroberflächen für Infrastrukturanwendungen wie beispielsweise mobile APIs für J2EE, spielen eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des Marktes
für interoperable Dienste. Wir sind zuversichtlich, dass globale offene Standards den Wettbewerb ankurbeln und die besten Lösungen für anspruchsvolle Mobilfunkkunden hervorbringen werden", so Pertti Korhonen, Senior Vice President, Mobile Software, Nokia.
Quelle:
Nokia