EU: Handy-Telefonate im Ausland bald billiger?
Madrid (dpa/smk) – Die Wettbewerbshüter der EU wollen Handy-Telefonate im Ausland verbilligen und haben dazu die Preispolitik der Mobilfunk-Betreiber ins Visier genommen.
"Wir haben unsere Nachforschungen auf einige EU-Länder begrenzt, wo die Situation besonders ernst ist", erklärte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti.
"Wir wollen noch in diesem Jahr konkret handeln, so dass Verbraucher nicht geschröpft werden, wenn sie ihre Mobiltelefone im Ausland benutzen", sagte Monti. Bei den Ermittlungen der EU geht es um die Roaming-Gebühren. Die Brüsseler Kommission vermutet, dass die Mobilfunk-Anbieter in Europa seit längerem hierfür überhöhte Preise verlangen.
Wegen mutmaßlicher Preisabsprachen waren Mitte vergangenen Jahres neun Mobilfunk-Betreiber in Deutschland und Großbritannien durchsucht worden. Unter ihnen waren T-Mobil, Vodafone D2, E-Plus und Viag Interkom gewesen. Falls die Kommission tatsächlich Absprachen nachweisen kann, drohen hohe Bußgelder.
eingesandt von: Fenna Harms am 27.02.2002 10:45 Uhr
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