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Fortschritt bei Bundeswehr IT-Projekt Herkules


Fortschritt bei Bundeswehr IT-Projekt Herkules: Vorentscheidung für industriellen Partner gefallen Statement des Konsortiums ISIC21 zum Ranking der Bundeswehr Büdelsdorf/München/Wiesbaden - Das Konsortium ISIC21 freut sich darüber, dass die Bundeswehr ihr Angebot zu dem Milliardenprojekt Herkules nach internen Auswertungen auf Platz 1 gesetzt hat. Dies bedeutet, dass die Bundeswehr das Verfahren, an dem sich sieben Bieter beteiligt haben, mit ISIC21 weiter führen wird, um einen Vertrag zu Herkules abzuschließen.

Aus Sicht des Konsortiums gaben vor allem die fachlichen Gründe den Ausschlag. ISIC21 setzt sich zusammen aus dem IT-Dienstleistungsunternehmen CSC Ploenzke AG, das als Konsortialführer die Gesamtverantwortung gegenüber der Bundeswehr einnehmen wird, sowie dem europäischen Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS und dem Telekommunikationsunternehmen MobilCom AG. Die drei Unternehmen hatten das Konsortium für die Herkules-Ausschreibung gegründet, um ein gemeinsames Angebot abzugeben.

Mit dem Projekt Herkules wird die Bundeswehr ihre technischen Insellösungen, deren Wartung immense Kosten beansprucht, durch standardisierte und integrierte Lösungen ersetzen. Damit schafft die Bundeswehr die Grundlagen, um sich technisch auf die neuen Aufgaben einzustellen und um Kosten in erheblichem Umfang zu reduzieren.

Um die weiteren notwendigen Schritte zu beschreiten, begrüßt ISIC21 ein zügiges Fortführen des Verfahrens. Die weiteren Verfahrens- und Terminplanungen zum schnellstmöglichen Start von Herkules liegen in der Hand der Bundeswehr: “Die neuen multinationalen Aufgaben der Bundeswehr benötigen als Grundlage eine reibungslose Kommunikation zwischen allen Bündnispartnern. Daher ist es geboten, mit Herkules schnell zu starten“, so Peter Strabel, Vorstandsvorsitzender der CSC Ploenzke AG.

Herkules ist wie kein anderes Reformprojekt des BMVg geeignet, die Zusammenarbeit zwischen Industrie und der Bundeswehr im Sinne einer neuen „Public-Private-Partnership“ voranzutreiben , betont Dr. Thomas Enders, Mitglied des Vorstands der EADS und Chef der Division Verteidigung und Zivile Systeme. Durch die Realisierung von Herkules erhält der Bund zudem eine nicht unbeträchtliche Summe von 359 Mio. € an zusätzlicher Mehrwertsteuer.

Aus Sicht der ISIC21-Unternehmen waren es vor allem fachliche Gründe, die den Ausschlag für das Ranking der Bundeswehr gaben. So deckt das ISIC21-Konzept alle Anforderungen der Bundeswehr ab und sieht den Rechenzentrumsbetrieb nicht nur an einem, sondern an mehreren Standorten vor. Mit dieser verteilten Lösung verfügt die Bundeswehr bei Bedrohungen über die notwendigen Back-up-Systeme und kann so wesentlich besser reagieren. Hier zeichnet sich aus, dass CSC als langjähriger Partner des Pentagon und aller US-amerikanischen Streitkräfte in vielen Projekten, u.a. im SAP-Umfeld, über ein sehr umfassendes IT-Know-how im Verteidigungsbereich verfügt. CSC besitzt in Kopenhagen das einzige Nato-zertifizierte Rechenzentrum in Europa.

In bezug auf die Daten- und Sprachnetze erfüllt ISIC21 alle Anforderungen der Bundeswehr nach Interoperabilität, IT-Sicherheit, Kontroll- und Steuerkompetenz sowie dem Erhalt der Kernfähigkeiten. Als umfangreicher Systemlieferant der Bundeswehr verfügt auch EADS über ein umfassendes hohes Know-how für die im Rahmen von Herkules anstehenden Aufgaben, insbesondere im Bereich militärischer Kommunikation. Im Verbund mit der leistungsstarken und auf modernster Technologie basierenden Netztechnik der MobilCom AG im Festnetz-, Mobilfunk- und Internetbereich lassen sich die konkurrierenden und teilweise restriktiven Ziele einer militärischen Einsatzbereitschaft zusammen mit einer marktorientierten Nutzung durch innovative Synergieeffekte unter Einsatz zukunftssicherer Technologie und Implementierung eines Service-Level-Management-Systems nutzen. Die drei Unternehmen von ISIC21 sind so in der Lage, die Interoperabilität der IT und der Kommunikationsnetze mit den NATO Partnern der Bundeswehr auf eine neue Basis zu stellen.

Für die neu zu gründende Gesellschaft, in welche die IT der Bundeswehr ausgelagert wird, hat ISIC21 ein innovatives Geschäftsmodell entwickelt. Es sieht vor, dass nicht nur für die Bundeswehr optimale Services erbracht, sondern auch andere Kunden für die gemeinsame Gesellschaft erschlossen werden.

Durch dieses eigenständige Drittgeschäft stellt ISIC21 die Übernahme der Bundeswehr-Mitarbeiter sicher und garantiert ihnen so eine langfristige Arbeitsplatzsicherheit. Zu diesem Zweck werden die Mitarbeiter weiterqualifiziert, um für die neuen Aufgaben gut vorbereitet zu sein. Die Konsortialpartner verfügen über eine langjährige Praxis bei der erfolgreichen Integration und Weiterentwicklung von Mitarbeitern. CSC Ploenzke wird darüber hinaus sein erfolgreiches Geschäft im öffentlichen Sektor zur Sicherstellung des Drittgeschäftes von Anfang an in die neue Gesellschaft einbringen.

In einem hohem Maße von bis zu 25% des Gesamtvolumens von Herkules plant ISIC21, mittelständische Unternehmen insbesondere für die SAP-Einführung und die Services vor Ort einzubeziehen. Die Unternehmen des ISIC21-Konsortiums arbeiten seit Jahren mit mittelständischen Unternehmen partnerschaftlich zusammen.

Neben der fachlichen Überlegenheit des ISIC21-Konzepts sprachen auch die hohe Kooperationsfähigkeit der drei ISIC21-Partner untereinander für das Konsortium: „Bei ISIC21 gibt es fachlich kaum Überlappungen und daher keinen internen Konkurrenzkampf um die Verteilung der anstehenden Aufgaben. Im Gegenteil ergänzen sich die Kernkompetenzen der Partner auf hervorragende Weise".

Mit dem Großprojekt Herkules, dessen Volumen sich im Zeitraum von zehn Jahren auf ca. sechs Milliarden € beläuft, plant die Bundeswehr eine neue Zusammenarbeit mit der Industrie, um ihre Wirtschaftlichkeit durch Public-Private-Partnerships zu steigern. Dadurch soll die IT der Bundeswehr mit Herkules zu einem modernen Führungsinstrument ausgebaut werden. Dies beinhaltet die flächendeckende Ablösung der über 300 vorhandenen Insellösungen der Bundeswehr durch das integrierte SAP-System R/3. Zudem soll mit dem Projekt Herkules ein flächendeckendes, leistungsstärkeres und interoperables Kommunikationssystem für Sprache und Daten unter Einbezug des Mobilfunks realisiert, betrieben und regelmäßig erneuert werden.

eingesandt von: Fenna Harms am 05.06.2002 10:22 Uhr

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