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France Télécom lehnt Veröffentlichung ab


France Télécom lehnt Veröffentlichung des Kooperationsvertrags mit Mobilcom ab - Im Streit zwischen France Télécom und seiner deutschen Minderheitsbeteiligung Mobilcom bleiben die Fronten kurz vor einer Aufsichtsratssitzung am Mittwoch weiter hart. Das französische Unternehmen lehnt es nach Informationen der 'Financial Times Deutschland' ab, den strittigen Kooperationsvertrag mit Mobilcom zu veröffentlichen.

Aus France Télécom nahestehenden Kreisen verlautete, das Unternehmen werde das Kooperationsabkommen nicht offen legen. Mobilcom-Chef Schmid hatte seinem Partner gedroht, die Verträge in Teilen zu veröffentlichen.

Die beiden Unternehmen tragen seit zwei Wochen einen Streit um die Höhe der UMTS-Investitionen in Deutschland aus. France Télécom drängt darauf, dass Mobilcom einen neuen Geschäftsplan vorlegt und die Ausgaben für die Netztechnik deutlich reduziert. Die Franzosen wollen nur mehrere hundert Mio. Euro investieren, während Mobilcom auf der Summe von 1,4 Mrd. Euro für den Ausbau seines UMTS-Netzes beharrt. "Er will sich ein goldenes Netz bauen", heißt es dazu bei France Télécom.

Die Franzosen bestehen darauf, dass Schmid sich Partner für den Netzbau sucht, um Kosten zu sparen. "Schmid will sein Netz unbedingt alleine aufbauen. Das machen wir nicht mit", lautet die Devise bei France Télécom. "Sein derzeitiger Plan wird Mobilcom in den Ruin treiben. Wenn er nicht einlenkt, ziehen wir vor Gericht."

France Telecom droht damit, so lange die Investitionen zu stoppen, bis einige der sechs UMTS-Lizenznehmer in Deutschland aufgeben. "Das wird passieren. Dann müssen wir überlegen, ob wir ein anderes Unternehmen kaufen. Warum nicht? Wir müssen das diskutieren." Die Mobilfunkbranche wartet derzeit auf ein Zeichen der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, die die Regeln für den Betrieb von UMTS ausgearbeitet hat. Bisher verbietet Behördenpräsident Matthias Kurth Fusionen zwischen Lizenznehmern.
(as)

eingesandt von: Fenna Harms am 04.03.2002 13:08 Uhr

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