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Handy-Abzockern prellen Mobilfunkkunden um Millionen

Xonio: So schützen Sie sich vor Handy-Abzockern

Stuttgart - Der Schaden für die deutschen Mobilfunkkunden geht in die Millionen. Denn Telefon-Trickser finden immer neue Wege, Handy-Besitzern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wer nicht aufpasst, bezahlt etwa für einen Klingelton locker bis zu 13 Euro. Mobilfunk-Verbraucherberater Xonio deckt die Tricks der Abzocker auf und verrät, wie sich Handy-Besitzer schützen können.

Handy-Abzockern prellen Mobilfunkkunden um MillionenDie Methoden sind windig, die Tricks ebenso übel wie einfallsreich. Da locken dubiose Klingelton-Anbieter den arglosen Verbraucher auf eine 0190-8-Hotline und tun alles, um ihn durch langatmige Ansagen, Wiederholungen und zahlreiche Eingaben in der Leitung zu halten. Und das kostet – je nach Mobilfunkanbieter – bis zu 2,90 Euro pro Minute.

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Beim letzten Abzocker-Test der Xonio-Redaktion schaffte es ein Anbieter, den Anrufer auf diese Weise geschlagene sieben Minuten und zwei Sekunden in der Leitung zu halten. Ergebnis: Der bestellte Klingelton kostete am Ende satte 13,08 Euro statt der branchenüblichen 1,79 oder 1,99 Euro.

Andere Anbieter lassen sich schon den Besuch ihrer Seiten im Internet teuer bezahlen. Klingelton, Logo oder MMS-Bild kosten hier nicht nur den regulären Stückpreis (zum Beispiel 1,99 Euro) – ein Anwählprogramm (Dialer) macht zuvor die Internet-Verbindung unverschämt teuer. Xonio-Chefredakteur Uwe Baltner: „Statt mit der regulären Verbindung surft der Kunde damit dann zum Beispiel für 1,86 Euro pro Minute durchs riesige Angebot, um sich einen neuen Klingelton auszusuchen. Das kann ganz schnell richtig ins Geld gehen.“

Sexy: Premium-Abzocke per Lustnachricht
Besonders gern tummeln sich die Trickser im Flirt-, Partnerschafts- und Sex-Bereich: Wer sich – angeregt durch einen der sattsam bekannten Erotik-Werbeblöcke im Fernsehen – zur Kontaktaufnahme über eine Premium-Kurznachricht entscheidet, findet zwar in der Regel weder Partner noch Partnerin, dafür aber später eine hohe Handy-Rechnung im Briefkasten: Bis zu drei Euro kostet eine dieser Kurznachrichten; der „Gegenwert“: eine „hoch erotische“ Botschaft von der Stange.

Damit nicht genug: Natürlich wollen „Lena“ oder „Moni“ dann auch wissen, wie der Absender heißt und wie er´s am liebsten hat. Da lässt sich der Kavalier nicht zweimal bitten – und prompt ist die nächste Nachricht auf dem Weg. Bis die Lust ein Ende hat, kommen bei diesen Preisen auch mal drei- oder vierstellige Mobilfunkrechnungen zusammen.

Wenn das Handy einmal klingelt – unmoralische Lockanrufe
Nächstes Beispiel: Das Handy klingelt einmal und signalisiert anschließend einen Anruf in Abwesenheit. Wer neugierig zurückruft, steht schon mit einem Bein in der Falle: Denn selbst für einen superkurzen Rückruf können je nach Mobilfunkanbieter und Tarif mehr als zwei Euro fällig werden. Manche Anbieter verlängern die Sache – und verteuern sie damit –, indem sie etwa ein simuliertes Freizeichen vom Band einspielen oder einen Schaltungsfehler vortäuschen, durch den der Anrufer „aus Versehen“ ein laufendes Telefongespräch zwischen zwei Fremden mithören kann.

Die Liste der Tricks ist lang. Doch wer sie kennt, meint Xonio-Chefredakteur Uwe Baltner, „der kann sich relativ einfach gegen die Maschen der Abzocker zur Wehr setzen.“ So sollten Handy-Besitzer unbekannte Rufnummern am besten ignorieren – umso mehr, wenn sich dahinter ein 0190-, 0137- oder Auslands-Anschluss verbirgt. Denn in aller Regel verfolgen Kurzanrufe oder SMS von solchen Nummern nur ein Ziel: Den arglosen Mobilfunkkunden in die Kostenfalle zu locken.

Welche Tricks die Abzocker derzeit auf Lager haben und wie man sich dagegen schützt, darüber informiert Mobilfunk-Verbraucherberater Xonio ausführlich unter www.xonio.com.

Quelle: ChipXonio
Foto: Pressebild Siemens AG

eingesandt von: Terhi Varkila am 27.05.2004 13:34 Uhr

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