Künftig könnten Handys Türen öffnen, unsichtbare Informationen auf Plakaten lesen und als mobiles Portemonnaie dienen. Möglich macht das die Kombination aus RFID (Radio Frequency Identification)- und NFC (Nearfield Communication)-Technologie, die Siemens als Prototyp in einem Multimediahandy integriert hat. Beide Techniken verwandeln das Mobiltelefon sowohl in ein Datenlesegerät, als auch in einen ID-Tag (Identifikations-Chip) mit einer Reichweite von bis zu zehn Zentimetern.
Will der Nutzer sein Büro oder seine Wohnung betreten, kann er das Handy als "Smart Key" verwenden: Sobald er den elektronischen Schlüssel an den Eingangsscanner hält, identifiziert dieser das Signal des ID-Tags und sperrt daraufhin die Tür auf. Schaltet der Nutzer dagegen den Scan-Mode ein und geht in kurzer Entfernung an einem Konzertplakat vorbei, empfängt das Lesegerät seines Handys automatisch Daten von verborgenen, im Poster integrierten Funk-Chips. Auf dem Display erscheint nun etwa die Homepage der Rockgruppe mit Informationen über Tourneedaten, Kartenkontingente oder Vorverkauf. Der Nutzer kann jetzt mobil Tickets kaufen oder sich durch die Angebote klicken.
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Steigt er anschließend in den Bus, benötigt er keine Fahrkarte mehr - einmal kurz das Handy am Lesegerät vorbeigezogen und der Fahrpreis wird automatisch abgebucht, etwa von einer Prepaidkarte. Liest der Nutzer während der Fahrt eine Zeitschrift mit integrierten ID-Tags, kann er aus dem Magazin Klingeltöne oder Informationen herunterladen. Auch eine besondere Form der Diebstahlsicherung ist denkbar: Um das Mobiltelefon einzuschalten, bräuchte man eine persönliche Authentifizierungskarte, die ein bestimmtes Signal aussendet. Erst nach Identifikation des Signals würde der Scanner das Handy freigegeben.
Quelle: Siemens
eingesandt von: Terhi Varkila am 08.04.2004 09:40 Uhr
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