eine Seite zurück diese Seite zu den Favoriten hinzufügen diese Seite per E-Mail weiterempfehlen Volltext-Suche diese Seite ausdrucken zurück zur Startseite

Handy - hat bald jeder eines?

Allensbacher Bericht: Technische Innovationen sorgen weiterhin für Marktdynamik.

Institut für Demoskopie AllensbachAllensbach am Bodensee - Immer mehr Menschen in Deutschland besitzen ein Handy. Während vor zwei Jahren erst 46 Prozent der Bevölkerung im Alter zwischen 14 und 64 Jahren mit Handy ausgestattet waren, sind es inzwischen 71 Prozent. Die Zahl derjenigen, die sich demnächst ein Handy anschaffen wollen, ist mit 31 Prozent auf hohem Niveau stabil. 

Der Handymarkt mit seinen schnell aufeinanderfolgenden technischen Innovationen gewinnt seine Dynamik längst nicht mehr nur durch Erstanschaffungen. Das Anspruchsniveau der Nutzer steigt und fokussiert sich. Es sorgt dafür, daß alte Handys immer wieder durch neue ersetzt werden.

Anzeige

Base

Besonders wichtig ist den Verbrauchern die benutzerfreundliche Handhabung, also daß das Handy einfach zu bedienen ist. Auch eine lange Akkuzeit und das geringe Gewicht sind hervorragende Kaufargumente. Immer wichtiger wird sowohl bei Erstkauf als auch bei Ersatzanschaffung, daß das Handy über Vibrationsalarm und vielfältige Zusatzfunktionen wie Uhrzeit, Kalender, Wecker, Taschenrechner oder Adreßbuch verfügt. Der Vibrationsalarm ist für 38 Prozent ein Kaufkriterium (1999: 18 Prozent).

Der Anteil an potentiellen Käufern, die auf eine Vielzahl von Zusatzfunktionen Wert legen, hat sich in den letzten Jahren von 10 auf 31 Prozent mehr als verdreifacht. Auf eingebaute Spiele legen zwar nur 13 Prozent der 14- bis 64jährigen Bevölkerung großen Wert. Aber es sind vor allem die Jüngeren, also jene Zielgruppen, die dem Handymarkt in der Vergangenheit hohe Zuwachsraten bescherten, die die Spielefunktionen ihres Handys nutzen und bei einer eventuellen Neuanschaffung besonders beachten.

Dass das Handy nicht nur zum Telefonieren benutzt wird, zeichnet sich schon seit längerem ab. Die Mehrzahl der Handynutzer (79 Prozent) - Tendenz steigend - verschickt auch Textnachrichten per SMS. Fast jedem dritten Handynutzer dient das Handy auch als Taschenrechner; auch hier steigende Tendenz. Ebenso ist es bei der Währungsumrechnungsfunktion, bei Spielen und Terminkalendern.

An Bedeutung verlieren hingegen Funktionen wie Rufumleitung, Freisprecheinrichtung und Mailbox. Die Freude an einer möglichst großen Auswahl von Klingeltönen hat viel mit der spielerischen Anfangsfreude am Handy zu tun. In dem Maß, in dem das Handy alltäglich wird, scheint sich die Lust an solchen Spielereien zu verlieren. Vor zwei Jahren erfreuten sich noch 45 Prozent der Handynutzer an wechselnden Klingeltönen, jetzt nur noch 32 Prozent.

Anzahl der Befragten: 10.507, darunter 5.339 Online-Nutzer
Repräsentanz: Gesamtdeutschland, Bevölkerung von 14 bis 64 Jahren
Zeitraum der Befragung: Januar bis August 2002

Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach

eingesandt von: Terhi Varkila am 22.11.2002 06:59 Uhr

« vorherige |  News-Startseite |  aktuelle Nachrichtennächste »  ]