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Handy-Trends 2003


Asiatische Hersteller sind Trendsetter: Japan und Korea führen in der Entwicklung der dritten Handy-Generation.

Stuttgart - Wenn in Deutschland mit dem neuen Übertragungs-Standard UMTS 2003 die dritte Handy-Generation an den Start geht, schlägt die Stunde der asiatischen Hersteller von Mobiltelefonen. Nach monatelangen Erfahrungen im japanischen UMTS-Netz FOMA dürften mehrere Dutzend erprobter Geräte von Herstellern wie NEC und Panasonic zu Trendsettern für die europäische Handy-Industrie geworden sein. Dabei sind Innovationen, die sich in Deutschland erst zu etablieren versuchen, in Korea und Japan schon längst mobiler Alltag, so das Telekommunikationsmagazin "connect" (Ausgabe 9/2002, EVT: 22. August). Mit teilweise futuristischem Design bieten diese Mobilfunkgeräte bereits heute unterschiedliche Features wie 65.000-Farben-Display, Radioempfang und 100-Minuten-Musikspreicher, die Mailbox mit bis zu 1.000 Mail-Speicherplatz und Fotoversand sowie Organizer-Funktionen, mehrstimmige Klingeltöne und digitale Kameras. Auch ohne UMTS-Netz beschleunigen erste High-Tech-Phones den Datentransfer auf ein Vielfaches von GPRS.

Obwohl sie mit dem europäischen Netz-Standards nicht kompatibel sind, ist der Einfluss asiatischer Innovationen laut "connect" schon heute offensichtlich: Das belegen Modifikationen wie das i-mode-Handy von NEC oder Geräte von Samsung. Die aktuellen Einsteigermodelle in Japan und Korea unterscheiden sich dabei äußerlich kaum von den bekannten i-mode-Phones, ermöglichen aber einen schnelleren Datenaustausch, was vor allem mobilen Surfern zu Gute kommt. Wer auf Multimedia setzt, greift zu Videophones: Damit lassen sich mobile Bildtelefon-Gespräche führen sowie Fotos versenden und empfangen. Immer öfter werden dazu gleich zwei Kameras in die Handys eingebaut, um die Reaktion des Betrachters auf übermittelte Bilder gleich beobachten zu können. Auch Business-Kunden stehen clevere Tools zur Verfügung, wie ein schnelles PC-Card-Modem, eine praktische Kombination aus Organizer und Handy sowie
Router, das sogar als Basis für lokale Netzwerke dienen kann.

A820 von MotorolaAls einer der ersten plant bereits der koreanische Hersteller LG zum Jahresende ein 3G-Handy für Europa, so "connect". Das Kamera-Phone soll sowohl in GSM- als auch in UMTS-Netzen funken können. Das Display setzt MMS-Inhalte mit über 65.000 Farben in Szene, polyphone Sounds sorgen für Wohlklang. Motorola kündigte als erster Hersteller in Deutschland ein UMTS-Handy an. Das A820 soll ebenfalls noch Ende dieses Jahres marktreif sein und scheint für alle Fälle gerüstet: Mit dem Farb-Handy wird der Nutzer nicht nur in den künftigen UMTS-Netzen in Europa telefonieren können, auch auf herkömmlichen Frequenzen funkt das GSM-Triband-Gerät. Als Allrounder präsentiert es sich auch in puncto Messaging: Mitteilungen können als SMS, EMS oder MMS verschickt werden. Bilder zeigt das A820 in den Formaten GIF, JPG und TIF, zudem spielt es komprimierte MPEG4-Videos ab. Das GPRS-Phone bietet auch eine IrDA- und eine Bluetooth-Schnittstelle und ist optional mit einer ansteckbaren Kamera sowie einem GPS-Modul zu haben.

ots Originaltext: "connect"
Foto: Motorola

eingesandt von: Terhi Varkila am 22.08.2002 15:08 Uhr

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