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Handy wird zum Walkie-Talkie

Siemens will führende Stellung bei „Push-to-Talk“ einnehmen / Passende Handys und kommerzielle Dienste im ersten Halbjahr 2004 verfügbar

Handy wird zum Walkie-TalkieMünchen - Der Mobilfunkbereich der Siemens AG – kurz Siemens mobile – will den Markt für die Walkie-Talkie-Funktion via Handy („Push to Talk over Cellular“ PoC) weiter vorantreiben und hier eine führende Stellung einnehmen. Siemens mobile stellt bis Mitte 2004 als erster Anbieter weltweit die gesamte Produktpalette für PoC zur Verfügung, die auf der herstellerübergreifenden, offenen Spezifikation basiert. Und das End-to-end: Von den Handys bis hin zu Komponenten für die Mobilfunkinfrastruktur. Umfangreiche Tests laufen bereits. Im ersten Halbjahr 2004 werden Mobilfunkbetreiber in den USA, Europa und Asien die Siemens-Technologie in eigenen Testläufen ausprobieren. Ab Mitte des nächsten Jahres ist die kommerzielle Einführung von „Push-to-Talk“-Diensten bei diesen Betreibern geplant.

Das Marktpotenzial von PoC ist viel versprechend. Bei Verbrauchern stößt die Verwendung des Handys als Walkie-Talkie auf großes Interesse, denn per einfachem Knopfdruck ruft man eine Person oder gleich eine ganze Gruppe an. Wie bei einem Walkie-Talkie auch, erhält der Empfänger ankommende Sprachnachrichten automatisch und muss dafür nicht eigens zum Gerät greifen; dafür sorgt die „always on“-Funktion von GPRS und die Freisprecheinrichtung im Handy. Eine simple Anwendung also, die das Handy um eine attraktive, flexible Funktion erweitert und gerade für Gruppen eine unkomplizierte, spontane Kommunikation bietet.

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Auch Mobilfunkbetreiber profitieren von PoC. Sie können ihre Investitionen in die GSM/GPRS-Netze besser ausschöpfen und ihren Kunden einen zusätzlichen, einfach zu bedienenden Service anbieten. Da dieser auf dem bestehenden Netz aufbaut, ist die Installation im Netz kostengünstig, zügig umsetzbar und ein natürlicher Schritt in Richtung UMTS: PoC baut nämlich auf der IP-basierten Vermittlungstechnik IMS auf, die mit der dritten Mobilfunkgeneration UMTS ohnehin in den Netzen eingeführt wird. Das rege Interesse der Betreiber zeigt das Potenzial von PoC: Mehr als zehn Mobilfunkbetreiber weltweit werden den neuen Service im ersten Halbjahr 2004 testen und planen den kommerziellen Einsatz ab Mitte nächsten Jahres. Großes Interesse an PoC besteht v.a. in den USA, China, Deutschland, Italien und Großbritannien. Langfristig wird der Service mit allen gängigen Mobilfunkstandards funktionieren, die IP-basierte Sprachdienste unterstützen: GSM/GPRS, UMTS und auch W-LAN.

Als Markttreiber des innovativen Services tritt Siemens mobile für offene Standards ein und hat im September 2003 mit führenden Unternehmen der Mobilfunkbranche eine erste Spezifikation für PoC verabschiedet. Nur bei kompatiblen Lösungen kann sich ein Massenmarkt entwickeln und den Kunden eine nahtlose Kommunikation geliefert werden. Für Mobilfunkbetreiber stehen PoC-fähige Handys von Siemens zu Testzwecken bereits im ersten Halbjahr 2004 zur Verfügung. Nach der Testperiode sind die Geräte auch für Endkunden erhältlich. Im Jahr 2005 werden alle neuen Siemens-Handymodelle der Mittelklasse mit diesem Dienst ausgestattet sein.

Lothar Pauly, Mitglied im Bereichsvorstand von Siemens mobile und für das operative Geschäft verantwortlich, sagt: „PoC ist ein weltweites Thema, das 2004 einschlagen wird. Wir treiben den Markt intensiv voran und setzen unser gesamtes Know-how dahinter: Von den Handys, über die Middleware und den Applikationen bis hin zur Infrastruktur. Wir werden der erste Ausrüster sein, der seinen Kunden ein komplettes End-to-end-Angebot im Bereich PoC liefern kann, das bereits auf der herstellerübergreifenden, offenen Spezifikation basiert. Wir wollen keine proprietären Lösungen.“

Quelle: Siemens mobile

Über Siemens mobile:
Der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (Siemens mobile) deckt das komplette Mobilfunkgeschäft mit Endgeräten, Netzwerk-Infrastruktur und mobilen Anwendungen ab. Bei den Endgeräten reicht das Produktspektrum von Mobiltelefonen und drahtlosen Übertragungsmodulen über mobile Organizer bis hin zu schnurlosen Telefonen sowie Produkten für Wireless Home Networks. Bei der Infrastruktur umfasst das Angebot GSM, GPRS und 3G Netzwerktechnik von Basisstationen über Vermittlungstechnik bis hin zu intelligenten Netzwerken, z.B. für Prepaid-Dienste. Das Angebot an mobilen Anwendungen besteht aus End-to-end-Solutions wie z.B. Messaging, ortsabhängigen Diensten oder Lösungen für mobiles Bezahlen. Im Geschäftsjahr 2003 (30. September) erzielte der Bereich einen Umsatz von 10 Mrd. EUR und beschäftigte weltweit rund 26.900 Mitarbeiter.

eingesandt von: Terhi Varkila am 18.12.2003 12:22 Uhr

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