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| Schulprojekt Mobilfunk |
92 Prozent aller Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren besitzen ein oder mehrere Handys, wie der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest in der Studie "Jugend, Information, Multimedia" (JIM) 2006 ermittelte. Bei den Vorlieben der Handnutzung steht bei der jungen Generation das Versenden von SMS an erster Stelle, gefolgt vom Telefonieren sowie Fotos und Filme machen. "Handys sind integrativer und identitätstiftender Bestandteil der Lebenswelt heutiger Jugendlicher", verdeutlicht Medienwissenschaftlerin Katharina Hellwig von der Universität Erfurt. "Junge Menschen bilden ihr soziales Netzwerk über neue Technologien. Dabei spielen vor allem auch Handys eine große Rolle." Ausgestattet mit Internetzugang, Kameras, Bluetooth und weiteren multimedialen Zusatzfunktionen setzen Jugendliche ihre Mobilfunkgeräte vor allem als Statussymbole ein.
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Europäische Mobilfunkunternehmen haben sich kürzlich vor der EU-Kommission zu mehr Jugendschutz verpflichtet. Demzufolge werden die Unternehmen an Zugangskontrollen für pornografische Inhalte arbeiten. Zudem wollen sie sich an Aufklärungskampagnen für Eltern und Kinder beteiligen und die Bekämpfung illegaler Inhalte unterstützen. Dennoch liegt laut Wolfgang Schill von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur nach wie vor eine große Verantwortung bei den Bildungseinrichtungen: "Schule und Jugendhilfe kommt die bedeutsame Aufgabe zu, Kindern und Jugendlichen in ihren jeweiligen Lebenswelten zu befähigen, sich selbstbewusst, sozial verantwortlich und produktiv handelnd mit den Medien auseinander zu setzen." Denn die Vermittlung der Medienkompetenz ist wesentlicher Teil der Identitätsbildung und das Handy lässt sich als Medium in allen didaktischen Feldern sowie Fächer übergreifend einsetzen.
Mit welchen Lehrmaterialien und -methoden das Handy zum Unterrichtsgegenstand werden kann, zeigt das Schulprojekt Mobilfunk des Informationszentrums Mobilfunk e.V. (IZMF) auf der diesjährigen didacta. "Wir haben frühzeitig erkannt, wie wichtig es ist, jungen Menschen den richtigen Umgang mit dem Mobiltelefon nahe zu bringen. Diese Kompetenz gehört zum Basiswissen für kommende Generationen", erklärt Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des IZMF. Das Informationszentrum engagiert sich deshalb in Zusammenarbeit mit Pädagogen im "Schulprojekt Mobilfunk". Hier erhalten Lehrerinnen und Lehrer in Fortbildungen umfassende Sachinformationen zur mobilen Kommunikation und vielfältige Hinweise für die Unterrichtsgestaltung. Im Rahmen von Workshops und Vorträgen können sich Pädagogen einen differenzierten Überblick verschaffen, welche Rolle das Handy im Leben von Jugendlichen spielt. Das "Schulprojekt Mobilfunk" bietet pädagogisch aufbereitete Unterrichtsmaterialien zu verschiedenen Aspekten der mobilen Kommunikation.
Weitere Informationen:
Zum Schulprojekt Mobilfunk
http://www.schulprojekt-mobilfunk.de/
Zur Selbstverpflichtung der EU-Mobilfunkanbieter:
http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/index_6880_de.htm
Quelle: IZMF
Über das IZMF:
Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde.
eingesandt von: Terhi Varkila am 28.02.2007 13:15 Uhr
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