Siemens will Ende 2002 die neuen Geräte auf den Markt bringen.
Eplus baut bis dahin nach eigenen Angaben das Netz bundesweit in Ballungszentren aus und startet Anfang kommenden Jahres die Plattform imode, die später für die Mobilfunktechnologie UMTS genutzt werden soll. imode wird demnach unter anderem Inhalte und Werbung bieten.
Neue Endgeräte mit innovativen Funktionen und Formen kündigte Ingo Bücher, Vice President Information and Communication Mobile, Head of Public Relations, Siemens AG, München, auf den MEDIENTAGEN MÜNCHEN an. Bücher: "Der reine Technologieansatz in der Branche ist ein Fehler." Die UMTSEndgeräte werden nach seinen Angaben auf die neuesten Trends eingehen: Seien elliptische Formen früher undenkbar gewesen, so machten sie heute einen Teil des "Sexappeals" der Geräte aus, meint Bücher. Künftig seien auch Luxusausstattungen denkbar. Er hält es für möglich, dass Kunden in Zukunft - ähnlich wie bei Uhren - über mehrere Handyexemplare verfügen, beispielsweise über eines für die Oper.
Für die UMTSLizenzen seien in Deutschland Milliarden gezahlt worden. Künftig soll dank UMTS natürlich auch verdient werden. "
UMTS wird den Mobilfunkmarkt radikal verändern", sagte Dr. Arno Wilfert, Mitglied der Geschäftsleitung Arthur D. Little International, Düsseldorf. Wegen des finanziellen Drucks öffneten sich die Mobilfunknetzbetreiber auch neuen Geschäftsmodellen. "
UMTS hat ein enormes Potenzial." Allerdings gebe es Verzögerungen: "
Das mobile Internet wird ein Erfolg werden, wenn auch später als ursprünglich erwartet." In Frankreich hat die Regierung die UMTSLizenzen verbilligt. Dafür sieht Wilfert in Deutschland keine Chancen: "
Das Geld ist weg und verplant." Für Netzbetreiber führe laut Wilfert kein Weg vorbei an UMTS.
Als Einnahmequelle nannte Wilfert Werbung, aber beispielsweise auch das Verkaufen von Kundendaten. Die Netzbetreiber brauchten neben neuen Handys auch Inhalte und Werbung. Eplus will mit der neuen Plattform auch auf neue Trends setzen. So sollen mit ContentAnbietern als Partnern interessante Inhalte offeriert werden. Es werde aber auch eine offene Plattform geben, erklärte Thorsten Dirks, Executive Director ProductInnovation Eplus, Member of Eplus Management Board, Düsseldorf. Künftig sollen beispielsweise EMails zugestellt werden.
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Inhalte sind da", versicherte Jürgen Rösger, Executive Vice President Interactive Marketing, AOL Deutschland, Hamburg. Es gebe auch "
ruckelfreie Bildchen". Wichtig ist nach seiner Ansicht vor allem eine einfache Handhabung. Akzeptierten Nutzer die neuen Angebote, könnte beispielsweise auch eine Werbeplattform entstehen. Rösger erwartet eine Umschichtung der Werbeetats - weg von "
statischen Medien" wie etwa Print.
Bücher setzt auf "
intelligente Werbung". So könne etwa einem jüngeren Mann, der Fast Food möge, unterwegs die Botschaft gesendet werden, wo er das nächste entsprechende Restaurant finde.
Siemens mobile errichte bereits mit dem Partner
NEC Corporation für British Telecom eines der ersten UMTSMobilfunknetze. Dirks betonte unter Hinweis auf Japan: "
UMTS ist bereits Wirklichkeit."
UMTS (Universal Mobile Telecommunication Systems) ist eine Mobilfunktechnologie. Die dritte Mobilfunkgeneration UMTS ersetzt den Standard GSM und soll einen schnellen Zugang zum Internet sowie Multimediadienste ermöglichen. Auch ECommerce und mobile Videoübertragungen sollen damit realisierbar sein. Mittels einer schnelleren Datenübertragung könnten Nutzer in Zukunft gleichzeitig telefonieren, faxen, EMails abrufen oder im Internet surfen. In Deutschland waren bei der Versteigerung der Frequenzen im Jahr 2000 fast 100 Milliarden Mark erzielt worden.
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