München - Trotz intensiver Forschung gibt es nach Angaben von Wissenschaftlern bislang keinen Beweis, dass Handys oder Mobilfunkstationen die menschliche Gesundheit gefährden. Auch neue Studien würden keinen Hinweis auf Gesundheitsgefahren liefern, sagte Prof. Jörg Eberspächer (München) bei der Fachtagung «Mobile Kommunikation» am Donnerstag in München. Bisherige Studien und Tierexperimente kämen zu dem Ergebnis, es bestehe kein Zusammenhang zwischen einer Krebserkrankung und elektromagnetischen Feldern.
Prof. Rainer Meyer (Bonn), Mitglied der Strahlenschutzkommission (SSK) sagte, gemessen an den Kriterien der modernen Naturwissenschaft gebe es bisher keine deutlichen Hinweise auf eine schädigende Wirkung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern mit einer Feldstärke unterhalb der Grenzwerte. Den Wissenschaftlern sei bislang auch kein wissenschaftlicher Nachweis für eine Elektrosensibilität gelungen. Rund drei Prozent der Bevölkerung bezeichnen sich selbst als elektrosensitiv.
Weltweit benützen rund eine Milliarde Menschen Mobiltelefone. In Deutschland gibt es nach Angaben des bayerischen Umweltministers Werner Schnappauf (CSU) fast 60 Millionen Mobilfunkteilnehmer, allein in Bayern seien es rund acht Millionen. Für den UMTS-Ausbau des Telefonnetzes werden in Bayern zu den bestehenden 6000 Antennen-Standorten bis 2005 weitere 4000 Anlagen hinzu kommen. Rund 700 Bürgerinitiativen haben sich bayernweit zum Kampf gegen Antennenstandorte in ihren Wohn- und Lebensgebieten organisiert.
Quelle: Oberpfalznetz
eingesandt von: Terhi Varkila am 07.08.2002 14:52 Uhr
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