Hamburg, 19. August 2002
Das Management von der Telekom kommt im Zusammenhang mit der Übernahme der US-Mobilfunkfirma VoiceStream erneut ins Gerede. Wie der "Spiegel" nun schreibt, hat der Wirtschaftsanwalt Wolfgang Philipp in einer Strafanzeige gegen das Telekom-Management weitere, bisher unbekannte Vorwürfe erhoben.
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Spiegel zufolge beruft sich Philipp auf ein Gutachten, das die Wirtschaftsprüfer von BDO für das Amtsgericht Bonn erstellte. Nach Philipps Berechnungen ergibt sich für VoiceStream ein Gesamtwert von rund 9,2 Milliarden Euro. Die Telekom habe nach eigenen Angaben jedoch 39,4 Milliarden Euro für den US-Mobilfunker bezahlt.
In seiner Analyse er weiterhin aus, sei auch das Eigenkapital der Telekom durch die Konsolidierung der US-Mobilfunkfirma um mindestens 20 Milliarden Euro aufgebläht. Die Telekom habe die Vorwürfe zurückgewiesen, schreibt der "Spiegel".
Focus schreibt dazu: Verlust im ersten Halbjahr ist Rekordverdächtig
In einem Bericht des "Focus" hat die Telekom im ersten Halbjahr 2002 den bisher höchsten Fehlbetrag ihrer Firmen-Geschichte durch diese Aktion angesammelt. Focus schreibt auch das dadurch fiel durch die Einbeziehung von VoiceStream ein Minus von rund drei Milliarden Euro von Jan. bis Juni erwirtschaftet wurde.
Dazu komme ein außerordentlicher Verlust in Höhe von 600 Millionen Euro, da die Telekom die Anteile am Konkurrenten France Télécom neu bewertet habe. Unter dem Strich habe der Konzern damit im ersten Halbjahr den Rekordverlust des Gesamtjahres 2001 von 3,5 Milliarden Euro übertroffen, so das Magazin. Die Telekom gibt die Halbjahreszahlen am kommenden Mittwoch, den 21.8.02 bekannt.
Das erfolgt online ab 10 Uhr mit dem Mediaplayer, also wer Interesse hat mal reinschauen.
eingesandt von: Sylvia Truppner am 21.08.2002 18:39 Uhr
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