Das Mobiltelefon ist in den letzten Jahren weltweit und in Deutschland Symbol moderner Telekommunikation geworden. Noch 1998 gab es erst etwa 4,5 Mill. Handys in Privathaushalten. Deren Zahl hat sich bis Anfang 2003 auf 43,3 Mill. verzehnfacht. Während 1998 nur rund 11% der Haushalte ein Handy besaßen, sind es zum Jahresbeginn 2003 73%. Zwischen den Haushalten in Westdeutschland mit 73% und in Ostdeutschland mit 70% besteht dabei nur ein geringes Ausstattungsgefälle, d.h. der Gebrauch von Handys ist in ostdeutschen Haushalten genauso zum Alltag geworden wie in westdeutschen Haushalten.
Vollausstattung mit Handy bei den unter 25-Jährigen
Die Ergebnisse des Einführungsinterviews der EVS 2003 zeigen bei der Ausstattung mit Handys erhebliche altersspezifische Unterschiede. Bei den Haushalten mit jungen Haupteinkommensbeziehern von 18 bis unter 25 Jahren liegt der Ausstattungsgrad mit Handys bei 93%. Damit ist in dieser Altersgruppe nahezu eine Vollausstattung mit Mobiltelefonen erreicht. Auch die Haushaltsgruppe zwischen 25 und unter 55 Jahren weist eine überdurchschnittlich hohe Ausstattung zwischen 80% und 90% auf. Bei den 65- bis unter 70-Jährigen haben dagegen nur noch drei von fünf Haushalten (60%) ein Handy. Bei den 70- bis unter 80-Jährigen sind es knapp 40% und den 80-Jährigen und Älteren nur noch 21% der Haushalte.
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Haushalte mit Kindern haben deutlich mehr Mobiltelefone als allein Lebende
Ein Vergleich nach Haushaltstypen zeigt, dass Haushalte mit Kindern am besten ausgerüstet sind: 90% der Paare mit einem und zwei Kindern verfügen über Handys. Auch bei den allein Erziehenden sind es hohe 84%. Deutlich unterdurchschnittlich sind Mobiltelefone bei den allein Lebenden verbreitet. Interessanterweise variiert dies stark mit dem Geschlecht: Während rund 66% der allein lebenden Männer Anfang 2003 ein Mobiltelefon besitzen, sind es bei den allein lebenden Frauen 49%.
Im neuen Statistischen Jahrbuch finden Sie dazu auch eine interessante neue Tabelle zu den Telekommunikationsdienstleistungen. Danach waren im Jahr 2002 rund 72% der Einwohner Deutschlands im Besitz eines Handys, wovon etwa zwei Drittel so genannte Prepaid-Karten nutzten und ein Drittel ein Vertragshandy besaß.
Das Statistische Jahrbuch für das Ausland ermöglicht dazu den internationalen Vergleich: Deutschland liegt im Jahr 2002 bei der Ausstattung mit Handys mit 718 von 1 000 Einwohnern im unteren Mittelfeld aller europäischer Staaten. Die größte Verbreitung unter den Ländern Europas weist Luxemburg auf. Dort verfügt ein Einwohner durchschnittlich über mehr als ein Handy, gefolgt von Italien und Schweden. Dort waren im Jahr 2002 jeweils etwa 90% der Bevölkerung im Besitz eines Handys. Weltweit führend bei der Ausstattung mit Mobiltelefonen sind Taiwan und Israel, wo – wie in Luxemburg – jeder Einwohner durchschnittlich mehr als ein Handy hat. In den Vereinigten Staaten von Amerika war 2002 knapp jeder zweite Einwohner im Besitz eines eigenen Mobiltelefons.
Quelle: Statistisches Jahrbuch 2003
Foto: Toshiba
eingesandt von: Terhi Varkila am 25.10.2003 11:45 Uhr
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