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Kanzler nimmt Handy-Strahlung in die Hand


Schröder will Herstellern Zusage für strahlungsärmere Mobiltelefone abringen. Die Bundesregierung will nach einem Pressebericht Handy-Hersteller verpflichten, strahlungsärmere Mobiltelefone zu bauen.

Dazu wolle Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Hersteller in den kommenden Wochen ins Kanzleramt einladen, berichtete der Berliner «Tagesspiegel» unter Berufung auf das Kanzleramt.

Ziel solle eine freiwillige Selbstverpflichtung der Handy-Hersteller und ein Gütesiegel für strahlungsarme Geräte sein. Die gesetzlich festgelegten Grenzwerte sollten aber nicht angetastet werden. Im Dezember hatte die Bundesregierung eine vergleichbare Vereinbarung mit den Telekomunternehmen getroffen, die die Sendemasten für Mobiltelefone aufstellen.

Verbraucherschützer fordern Siegel

Die Handy-Hersteller wehren sich jedoch gegen die Einführung eines Siegels. «Das wäre wie eine Senkung der Grenzwerte durch die Hintertür», sagte Uwe Kullnik vom Branchenverband Bitkom dem Blatt. Ein Gütesiegel würde den Verbraucher in der Scheinsicherheit wiegen, ein Handy mit einem um die Hälfte reduzierten Strahlungswert sei doppelt so sicher. Das sei aber nicht der Fall. Verbraucherschützer fordern hingegen ein Handy-Siegel. Manche Mobiltelefone belasteten den Körper bis zu sechs Mal mehr als andere, erklärte die Verbraucher Initiative in Berlin. «Diese Unterschiede müssen transparent gemacht werden», erklärte ihr Umweltreferent Ralf Schmidt.

eingesandt von: Fenna Harms am 01.02.2002 10:40 Uhr

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