Berlin - Die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks haben keinen Einfluss auf die Produktion von Stressproteinen. Zu diesem Ergebnis kamen die Teilnehmer eines international besetzten Workshops in Helsinki, zu dem die Forschungsgemeinschaft Funk e.V. (FGF) über 40 Experten eingeladen hatte. Im Rahmen der Veranstaltung, die am 28. bis 29. April 2004 in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der europäischen Forschungsaktion COST 281 und der finnischen Strahlenschutzbehörde (STUK) stattfand, wurde der aktuelle Stand der Forschung zu diesem Thema diskutiert.
Stressproteine, auch bekannt als Hitzeschockproteine (HSP), übernehmen im Organismus eine wichtige Funktion bei der Zellregulation. Eine britische Forschergruppe um David de Pomerai hatte vor vier Jahren im Wissenschaftsmagazin „Nature“ über eine verstärkte Produktion von Stressproteinen durch schwache Hochfrequenzfelder berichtet. Bei dem Workshop in Helsinki sagte de Pomerai, bei einer erneuten Durchführung der Experimente mit verbesserten Expositionseinrichtungen habe sich gezeigt, dass die Veränderung nicht durch die Felder ausgelöst wurde, sondern wahrscheinlich aus einer ungewollten Temperaturerhöhung im Experiment resultiere.
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Eine erhöhte Stressprotein-Produktion hatte auch Dariusz Leszczynski im Rahmen des europäischen Forschungsprogramms REFLEX festgestellt. Das Projekt wird von der Europäischen Union gefördert und soll die Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf Zellprozesse untersuchen.
Auf dem Kongress in Helsinki wurden jetzt die vorläufigen Ergebnisse zweier Arbeitsgruppen (Poulletier de Gannes und Roti Roti) präsentiert, die die zuvor im Rahmen von REFLEX gemachte Beobachtung nicht bestätigten. Die Teilnehmer des Workshops stellten vielmehr fest, dass nur solche Feldeffekte als gesichert angesehen werden können, die auf einer messbaren Temperaturerhöhung beruhen.
Ausführliche Unterlagen zum Workshop finden sich auf der Website von COST281 unter http://www.cost281.org/documents.php?node=71&dir_session=
Eine Zusammenfassung der Workshopergebnisse erscheint im nächsten Newsletter der Forschungsgemeinschaft Funk (Ende Juni 2004) http://www.fgf.de/fup/publikat/newsletter.html
Quelle: Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF)
eingesandt von: Terhi Varkila am 13.05.2004 11:37 Uhr
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