Eine gerade veröffentlichte japanische Teilstudie des Interphone-Projektes der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Zusammenhang zwischen der Mobilfunknutzung und dem Auftreten eines gutartigen Tumors am Hörnerv - dem so genannten Akustikusneurinom - untersucht. Das Ergebnis: Wer ein Mobiltelefon nutzt, hat kein erhöhtes Risiko, den Tumor zu bekommen.
Die japanische Forschergruppe wertete von 2000 bis 2004 die Daten von 101 Betroffenen und 339 Personen einer Kontrollgruppe im Alter von 30 bis 69 Jahren aus. Die Forscher fanden keinen Beleg dafür, dass das Akustikusneurinom häufiger am Ohr auftritt, welches der Handynutzer üblicherweise zum Telefonieren benutzt. Dies gilt auch bei intensiver Nutzung des Telefons und langjähriger Nutzungsdauer. Die Ergebnisse der Studie entsprechen somit den bisher veröffentlichten Teilstudien des Interphone-Programms aus Finnland, Dänemark, Norwegen und Großbritannien.
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Verdachtsmomente für ein erhöhtes Akustikusneurinomrisiko bei langjähriger Handynutzung, die sich aus den Schwedischen Teilergebnissen ergeben hatten, konnten weder durch die Auswertungen der anderen Länder noch durch die nun vorgelegten japanischen Studienergebnisse erhärtet werden. Es gibt derzeit keine Belege für eine Risikoerhöhung für Hörnervtumore im Zusammenhang mit der regelmäßigen Nutzung von Mobiltelefonen.
Interphone ist die weltweit größte Studie, die den Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und dem Risiko von Tumorerkrankungen zum Thema hat. Forscherteams aus dreizehn Ländern gehen nach gemeinsam verfassten Untersuchungsprotokollen vor. Auf diese Weise sind die Ergebnisse vergleichbar. Außer Japan beteiligen sich Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Israel, die skandinavischen Länder, Australien, Neuseeland und Kanada an der Studie. Mit den Gesamtergebnissen des Forschungsprojektes ist 2007 zu rechnen.
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eingesandt von: Terhi Varkila am 18.09.2006 12:54 Uhr
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