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KIM-Studie 2006

Für Kinder gehört das Handy selbstverständlich zum Alltag dazu

Mobiltelefone sind für Kinder heute mehr als nur ein Mittel zur Kommunikation. Die Sechs- bis Zwölfjährigen nutzen das mobile Multifunktionsgerät zum Spielen, Musik hören und auch zum Lernen. Altersgerechte Mobiltelefone können Kinder sinnvoll auf das Erwachsenwerden vorbereiten.

Für Kinder gehört das Handy selbstverständlich zum Alltag dazu.
Altersgerechtes Handy
Überall per Handy erreichbar zu sein, ist selbstverständlich geworden: Auf Mobilität, Unabhängigkeit und Sicherheit im Notfall will kaum jemand verzichten. Doch Handys sind mittlerweile weitaus mehr als nur tragbare Telefone. Als digitale Mehrzweckmedien dienen sie der sozialen Kontaktpflege, dem beruflichen und privaten Zeitmanagement, aber auch der persönlichen Unterhaltung mit Spielen, Musik und Bildern. Das Handy hat heute in vielen Schulranzen seinen festen Platz. So zeigt die aktuelle KIM-Studie* des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest, der seit 1999 das Mediennutzungsverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland untersucht, dass unter den Erst- bis Drittklässlern in Deutschland fast jeder Vierte ein Handy besitzt. Ab zehn Jahren hat bereits die Mehrheit (54%) der Kinder ein eigenes Handy.

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Professor Dr. Nicola Döring, Medienwissenschaftlerin am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Ilmenau, erklärt den Reiz des Mobiltelefons für Kinder: "Das Handy ist für Kinder die Schaltzentrale ihres sozialen Netzwerkes. Sie nutzen es mit Begeisterung, um Kontakt zu Familienmitgliedern und Freunden zu halten. Dabei geht es in erster Linie um das Herstellen von Nähe und Verbundenheit. Im Mittelpunkt steht nicht passiver Medienkonsum, sondern soziale Kommunikation."

Mobilfunk für Kinder erfüllt heute vielfältige Aufgaben
Immer mehr Kinder nutzen mobile Kommunikation heute ganz selbstverständlich. Doch Gewaltvideos in Schulen haben eine Diskussion über ein generelles Nutzungsverbot von Handys in Schulen ausgelöst, die Kritiker durch die Angst vor einer möglichen Kostenfalle für den Nachwuchs weiterführen.

In Dörings Forschungsschwerpunkt Mobilkommunikation spielt das Nutzungsverhalten von Kindern eine besondere Rolle. Für die Wissenschaftlerin überwiegen die Vorteile, wenn der Nachwuchs heute mobil erreichbar ist: "Der tägliche Umgang mit dem Mobiltelefon ist für Kinder zu einem Stück Lebenswirklichkeit geworden. Handys geben Kindern Sicherheit und helfen, soziale Kontakte aufzubauen und den Alltag zu organisieren – Gründe, warum auch Eltern der Handynutzung insgesamt positiv gegenüberstehen", sagt Döring. Wichtig sei allerdings, dass Eltern ihren Kindern den Umgang mit dem neuen Gerät erklären und verfolgen, in welcher Weise ihre Kinder das Handy nutzen, ohne dabei deren Privatsphäre zu verletzen.

Mehr Freiraum für Eltern und Kinder
Je älter Kinder werden, desto wichtiger werden Schritte in die Eigenständigkeit. Spätestens mit dem Eintritt der Kinder in die Schule müssen Eltern die richtige Balance zwischen Fürsorge und Loslassen finden. Ein Handy kann diese Mobilität bei gleichzeitiger Sicherheit ermöglichen. Es eröffnet nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern neue Freiräume. So können Kinder selbst jederzeit und überall Hilfe anfordern, sind aber auch für die Eltern stets erreichbar.

Mit dem Handy lernen
Eltern suchen nach Dingen, die Kinder mögen und brauchen. Ein Handy steht ganz oben auf der Wunschliste, muss aber Spaß und Unterhaltung bieten, cool aussehen und innovativ sein. Erst wenn das Gerät Kindern gefällt, werden Sie es gerne mit sich tragen. Dann erfüllt es seinen Zweck und lässt sich sinnvoll auch als Lern- und Informationsmedium einsetzen. Entsprechende Angebote wie Vokabeltrainer können dabei helfen. Der Spaß darf dabei natürlich nicht zu kurz kommen. Altersgerechte Spiele und Hörbücher sind eine gute Möglichkeit, Kinder an die mobilen Medien heranzuführen.

Der vertraute und selbstbewusste Umgang mit neuen Medien und das Interesse für neue Technologien sind wichtige Grundlagen in einer hoch technisierten Welt. Aber: Der richtige Umgang will gelernt sein. So nehmen Kinder durch Beobachten und Nachahmen Neues auf. Die Eltern sind dabei wichtige Vorbilder.

Der Verein Deutsches Kinderhilfswerk e.V. fordert Eltern auf, beim Kauf eines Kinderhandys auf altersgerechte Angebote zu achten und ihre Kinder im Umgang mit dem neuen Gerät zu schulen. Nur so lassen sich die vielfältigen Chancen des Mediums für die kindliche Erziehung nutzen. "Gegen Risiken wie überhöhte Handykosten, starke Handystrahlung oder Zugriff auf problematische Handyinhalte lassen sich technische Lösungen einsetzen", sagt Professor Dr. Nicola Döring.

*KIM-Studie 2006: Kinder + Medien, Computer + Internet. Basisuntersuchung zum Medienumgang Sechs- bis 13-Jähriger.

Die kostenlose Broschüre "Mobilfunk für Kinder" kann unter www.kandymobile.de heruntergeladen werden.

Quelle: Kandy Mobile AG   

eingesandt von: Terhi Varkila am 04.12.2007 13:17 Uhr

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