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Kindern wird Prepaid-Karte empfohlen

Ob als Weihnachtsgeschenk oder für den Eigengebrauch: Tipps, wie man Kosten beim Handy-Kauf reduzieren kann

Kindern wird Prepaid-Karte empfohlenStuttgart - Mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsfest und die Frage, ob man seinen Kindern vielleicht ein Handy schenkt, warnen Experten vor allzu teuren Geräten. "Um kurz zu Hause anzurufen, braucht der Nachwuchs kein großes Farbdisplay oder schnelle Datenübertragung", rät Reinhold Hepp von der Polizeilichen Kriminalprävention in Stuttgart im Gespräch mit Reader’s Digest Deutschland. Das Magazin gibt in seiner Dezember-Ausgabe wichtige Tipps, was man beachten sollte, wenn man sich dazu entscheidet, als Geschenk ein Handy unter den Tannenbaum zu legen.

Vor allem sollten Eltern den Kostenfaktor beachten, denn die Begeisterung der Jugendlichen für SMS-Botschaften oder das Herunterladen von Klingeltönen und Spielen kann ein teurer Spaß werden. Immer wieder warnen Verbraucherschützer davor, dass geschulte Mitarbeiter von Firmen den Anrufer in minutenlange, teure Warteschleifen lenken, bis dieser den gewünschten Klingelton endlich herunterladen kann, was dann wegen der langen Wartezeit meist teure Folgen hat.

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Vor allem jüngere Kinder, berichtet Reader’s Digest, sind mit kostenpflichtigen Handy-Diensten oft überfordert: "Mit dem Handy zu bezahlen, ist für Kinder genauso abstrakt wie mit der Kreditkarte", warnt der Hamburger Psychologe Michael Thiel. Man verliere dabei leicht den Überblick und gebe mehr Geld aus als gedacht. Um die Faktoren Sicherheit und Kostenbelastung zu überschauen, empfehlen Experten deshalb den Kauf einer Prepaid-Karte, mit der man nur ein vorausbezahltes Guthaben abtelefonieren kann. Aus Sicht von Thiel sollten die Kinder oder Enkel diese Karte selbst bezahlen, damit sie "ein Gefühl für die Kosten bekommen".

Nach aktuellen Schätzungen besitzen über 90 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland ein Handy, bei den 6- bis 13-Jährigen ist schon fast jeder Zweite mobil erreichbar. Sollte das Handy auf dem Wunschzettel für das bevorstehende Weihnachtsfest stehen, empfiehlt Reader’s Digest deshalb einige Grundregeln vor dem Kauf zu beachten. So sollte man Kaufpreis, Grundgebühren, Mindestumsatz, Minutenpreise und Kosten für Kurznachrichten vor der Anschaffung unbedingt vergleichen. Auch die Überprüfung der Funktionen gilt als wichtig, weil damit frühzeitig geklärt werden kann, was das Handy können muss und was nicht. So kann zum Beispiel vermieden werden, dass sich der Nachwuchs bestimmte Gewaltvideos oder Pornos auf das Handy herunter lädt.

Quelle: Reader's Digest
Foto: Reader's Digest, BenQ mobile

eingesandt von: Terhi Varkila am 27.11.2006 14:48 Uhr

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