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La-Ola-Welle der Handy-Viren

Handy-Bluetooth im Stadion ausschalten

La-Ola-Welle der Handy-Viren
Computermagazin c't:
Aktuelle Ausgabe
Hannover - Wenn sich bei der Fußballweltmeisterschaft Zehntausende von Zuschauern auf engem Raum versammeln, sollten sie in ihrem Handy den Bluetooth-Funk ausschalten. Handy-Viren könnten sich ansonsten wie eine große La-Ola-Welle im Stadion ausbreiten, so das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 13/06.

Obwohl die eigentliche Verbreitung von Handy-Viren noch nicht dramatisch ist, konnte sich bei der Leichtathletik-WM in Helsinki im vergangenen Jahr ein Virus durch die schiere Ansammlung der vielen Handys rasend vermehren. "Wenn zum Beispiel auf dem Handy eine Botschaft wie ,Installieren: Free-WM-After-Party-Ticket?' auftaucht, werden vermutlich viele die OK-Taste drücken und sich damit einen Virus einfangen", befürchtet c't-Redakteur Jürgen Schmidt. "Wir raten dazu, den Bluetooth-Funk zu deaktivieren." Wer zum Telefonieren einen Ohrstecker per Funk mit seinem Handy verbindet, sollte sein Gerät zumindest in den unsichtbaren Modus schalten.

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Die schiere Anzahl von Handyviren hat sich im vergangenen Jahr drastisch erhöht. Derzeit sind rund 200 bekannte Viren im Umlauf, die in einigen Fällen nur Symbole austauschen, in anderen Fällen jedoch hohe Rechnungen durch automatisch verschickte SMS oder MMS verursachen. Ebenso ärgerlich sind Viren wie Skulls oder Doombot, die das teure Gerät unbrauchbar machen, indem sie wichtige Systemdateien überschreiben. Betroffen sind vor allem Handys wie Smartphones mit vielen Schnittstellen und einer Software, die Dateien ausführen kann. In den meisten Fällen sind die Viren für das weit verbreitete Handy-Betriebssystem Symbian programmiert.

Inzwischen haben die Hersteller von Antivirensoftware für PCs auch Lösungen für Handys parat. Doch nur eine Software schaffte es im c't-Test, ein Handy im normalen Betrieb vor allen bekannten Schädlingen zu schützen. "Noch ist es aber nicht unbedingt erforderlich, auf Smartphones Antivirensoftware einzusetzen", resümiert c't-Experte Jürgen Schmidt. "Wichtiger ist neben dem Abschalten von Bluetooth, die Annahme unerwarteter Meldungen, Anfragen und MMS nicht zu bestätigen beziehungsweise enthaltene Programme nicht auszuführen, und keine Software oder Spiele aus Tauschbörsen in das Handy zu laden." (ju)

Quelle: Heise Zeitschriften Verlag 

Über Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KG:
Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen der Heise Medien Gruppe GmbH & Co. KG. Im Heise Zeitschriften Verlag, Hannover, erscheinen seit 1983 die Computerzeitschrift c't und seit 1988 das IT-Profimagazin iX. Zum Verlagsprogramm gehören zudem das Magazin im Internet TELEPOLIS, das Internetangebot für IT-Interessierte heise online unter www.heise.de sowie Fachbücher zum Thema Computer. Der Heise Zeitschriften Verlag ist ein Unternehmen der Heise Medien Gruppe.

eingesandt von: Terhi Varkila am 13.06.2006 16:15 Uhr

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