Gefragt nach Leistungen des Anbieters, mit denen er unzufrieden ist, nennt jeder dritte Befragte die
unzureichende Netzabdeckung. Auf Platz zwei folgen mit 30 Prozent der Befragten die
Verbindungspreise und auf Platz drei mit 24 Prozent die Unübersichtlichkeit bei der
Tarifstruktur. Den Datenschutz sehen die wenigsten als problematisch an: Nur 5 Prozent der Befragten sind hier mit ihrem Netzbetreiber unzufrieden.
Wenn Ende 2002 bei den Nutzern die Hemmschwelle für den Wechsel des Mobilfunkanbieters sinkt, steigen die Chancen der Neulinge am Markt. Sowohl
MobilCom als auch UMTS-Lizenzinhaber
Group 3G wollen noch dieses Jahr als so genannte virtülle Netzbetreiber Handy-Dienste im GSM(Global System for Mobile Communication)-Standard anbieten.
Dieses Mehr an Wettbewerb im Handy-Markt ist von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) gewollt. Deswegen verpflichtete sie die Mobilfunkanbieter, die Mitnahme der Telefonnummer beim Wechsel des Netzbetreibers vom 1. November 2002 an kostenlos zu ermöglichen. Die Bestimmung leitet sich aus dem Telekommunikationsgesetz ab, das diese so genannte "
Netzportabilität" für Betreiber von Telekommunikationsnetzen vorschreibt. Die Reg TP verschob den Termin für die Umsetzung vom 1. Februar 2002 auf das Ende des Jahres, damit die Netzbetreiber zusätzlich auch die Mitnahme der
Mobilbox technisch umsetzen können.
"Die Mobilfunkanbieter müssen sich rechtzeitig auf den härteren Wettbewerb durch die Rufnummernportabilität einstellen", sagt Wilhelm Alms, Vorstandsvorsitzender der Mummert + Partner Unternehmensberatung. "
Wer zu lange zögert, der verliert Kunden. Die Folge: erhebliche Umsatzeinbrüche."
Quelle:
Mummert + Partner Unternehmensberatung AG