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| Nokia N92: Mobile TV |
Die Autoren der Studie "Mobile TV - Weichenstellungen und Erfolgsfaktoren" sehen eine Vielzahl möglicher Geschäftsmodelle für Mobilfunknetzbetreiber, Content-Anbieter und -Aggregatoren, Anbieter von Rundfunkdiensten und Rundfunknetzbetreiber sowie für Mehrwertdiensteanbieter. Damit der Markt in Schwung kommt, müssen partnerschaftlich Angebote für das Mobile TV als "Hier-und-jetzt-Medium" entwickelt werden. Die Chance liegt gerade darin, im frühen Stadium mit dem richtigen Partner und der richtigen Technologie den Massenmarkt zu erobern, so die Studie.
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Dabei müssen Content und Dienste an das neue Medienverhalten angepasst werden: Kurze Sendungen im Clip-Format und nicht länger als 10 bis 20 Minuten, Vorschau-Funktionen sowie Möglichkeiten zur Interaktivität. Besonders die Interaktivität ist wichtig, damit die Anbieter zusätzliche Umsätze zum Beispiel durch Mehrwert- und Zusatzdienste erzielen und ihre Investitionskosten decken können. Umfragen und Erfahrungen mit Pilotprojekten haben gezeigt, dass die Zahlungsbereitschaft von Kunden für Mobile TV bei etwa 10 Euro pro Monat liegt.
Als positives Beispiel für den Erfolg von Mobile TV nennt die Studie unter anderem Japan. Dort sind nach dem kommerziellen Start von Mobile TV am 1. April 2006 innerhalb von nur drei Wochen eine halbe Million Mobiltelefone mit TV-Funktion verkauft worden.
"Ob Mobile TV in Deutschland den Durchbruch schafft, hängt von vielen Faktoren ab, vor allem von der Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den potentiellen Anbietern, der Frequenzpolitik und -vergabe sowie der Gestaltung der Endkundenangebote", meint Martin Lundborg, Verfasser der Studie.
Kritisch sieht der PSC AG-Berater Mobile TV über UMTS. Wegen der frequenzintensiven Punkt-zu-Punkt-Übertragung sei UMTS als Sende-Technologie für einen Massendienst nicht geeignet. UMTS könne aber erfolgreich als Rückkanal in Verbindung mit der weltweit standardisierten Rundfunk-Übertragungstechnologie DVB-H eingesetzt werden.
Quelle: Piepenbrock Schuster Consulting AG
Foto: Nokia
Über Piepenbrock Schuster Consulting AG:
Die Piepenbrock Schuster Consulting AG (PSC AG) ist eine Beratungsgesellschaft für ökonomische und technische Beratung und wurde 2004 als Spin-Off der Anwaltssozietät Piepenbrock Schuster gegründet. Gemeinsam beraten die beiden Einheiten insbesondere zu branchenspezifischen Fragen in Netzwerkindustrien. Das Hauptbetätigungsfeld ist der Telekommunikationsmarkt. Die beiden Gesellschaften haben Niederlassungen in Düsseldorf und Wien und führten bereits Projekte in 17 Ländern in Europa, Asien und Afrika durch.
eingesandt von: Terhi Varkila am 25.10.2006 11:46 Uhr
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