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MekiMekiDoitsugo und Doitsugo Caravan

Neue Wege zur deutschen Sprache in Japan – per Handy und per Beetle

München - Zum Auftakt des Deutschlandjahres in Japan starten im April zwei ungewöhnliche Aktionen, die Japanern die deutsche Sprache im besten Sinne nahe bringen: Das Goethe-Institut bietet einen Deutschkurs per Handy an und schickt gleichzeitig eine Werbekarawane mit VW-Beetles in den Farben Schwarz, Rot, Gold durch das Land.

Deutschkurs per Handy Aus dem japanischen Alltag sind Handys nicht mehr wegzudenken. Viel stärker als in Deutschland werden Handys hier auch als mobiler Zugang zum Internet benutzt. Während der oft stundenlangen Fahrten mit der U- oder S-Bahn zur Arbeit oder zur Universität gibt es eine Menge Zeit zum Lesen und Schreiben von E-Mails oder zum Surfen im Netz. Besonders japanische Jugendliche sind begeistert von den riesigen Möglichkeiten dieser mobilen Kommunikation.

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Das Goethe-Institut Tokyo entwickelte daher einen sprachlichen Begleiter für Handys, mit dem die japanischen Benutzer deutsche Phrasen oder Vokabeln lernen können oder mit dem sie ihr bereits gelerntes Deutsch wieder auffrischen können. "Wenn dieser Kurs erst einmal Interesse geweckt hat, werden diese Nutzer sicher auch leichter den Weg ins nächste Goethe-Institut finden, um sich intensiver der deutschen Sprache zu widmen", so Berthold Kuhne, verantwortlich für das Projekt am Goethe-Institut Tokyo.

Im Kurs werden den Benutzern auf dem Display ihres Handys typische und nützliche deutsche Sätze präsentiert. Damit diese Sätze auch leichter über japanische Lippen kommen können, sind sie vollständig mit Hinweisen zur Aussprache in japanischer Silbenschrift versehen. Es folgen dann die Übersetzung ins Japanische und Hinweise zu einzelnen Vokabeln, z.B., wenn es Bezüge zu englischen Begriffen gibt.

Die über 1500 Sätze sind Themengebieten wie Begrüßung, Einkaufen, Essen, Wetter, Reise, Rendezvous, Arbeit oder Krankheit zugeordnet, und man kann sich daher Sätze zu einer bestimmten Kategorie schicken lassen. Der Sprachkurs-Server passt die Übungssätze jahres- und tageszeitlich an: Morgens werden die Nutzer etwa mit "Gut geschlafen?'"oder "Hast du schon gefrühstückt?", begrüßt, bei strahlendem Sonnenschein bekommen sie Sätze wie "Schönes Wetter heute!" oder "Gehen wir in den Park?"

Die Umschriften der Aussprache werden aus einer Datenbank heraus automatisch erstellt. Ulrich Apel, Japanologe und Projekt-Koordinator, hat diese Datenbank-Programmierung für die Erstellung der Daten geleistet. Er steuerte auch einen Großteil der Wörterbuch-Daten aus seinem bekannten japanisch-deutschen Wörterbuch bei.

"Meki-meki" ist ursprünglich ein lautmalerisches Wort und bedeutet "zusehends, rasch" oder "geschwind"; "Doitsu-go" heißt "Deutsch", wobei "Doitsu" für "Deutschland" steht und "go" "Sprache" bedeutet.

Bereits am 2.April startete die Doitsugo Karawane - drei VW-Beetles -, die in den Farben Schwarz, Rot, Gold auf Stadt- und Universitätsplätzen überall im Land für alle sichtbar für Deutsch und Deutschland werben. Begeistert sind die jungen Japanerinnen und Japaner auch von dem Fußballtaschenkalender des Goethe-Instituts, der bei diesen Gelegenheiten verteilt wird.

Informationen zum Deutschlandjahr in Japan und auch zur Doitsugo Karawane unter: www.goethe.de/tokyo

Quelle: Goethe-Institut
Foto: Goethe-Institut Tokyo / Berthold Kuhne

eingesandt von: Terhi Varkila am 18.04.2005 13:32 Uhr

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