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Mit dem Handy ins Web kann teuer werden

"connect": Es kommt auf die Wahl des richtigen Tarifs an.

MMS sendenStuttgart - Im Zug E-Mails empfangen oder im Urlaub Fotos verschicken - technisch alles kein Problem. Die Überraschung folgt für viele mobile Internet-Nutzer mit der Handy-Rechnung. Denn wer sich mit dem Handy mobil ins Web einwählt, wird kräftig zu Kasse gebeten. So kostet beispielsweise der Download des Trailers "Herr der Ringe" mit dem falschen GPRS-Tarif 339 Euro. Wer die mobilen Vorzüge günstiger zu nutzen will, sollte den richtigen Tarif und Dienst für die gewünschte Anwendung wählen.

Gerade bei GPRS kommt es auf die Wahl des richtigen Tarifs an, so das Telekommunikationsmagazin "connect" (Ausgabe 12/2002, EVT 14. November). Bei der Übertragung kleinerer Datenmengen, etwa den E-Mail-Check oder den Abruf einer Website wie www.connect.de, fährt man mit den E-Netzen O2 und E-Plus mit ihren meist grundgebührenfreien Standard-Tarifen am billigsten.
  
Wer mit dem Notebook mobil bei der Postbank einen Kontoauszug anfordert und eine Überweisung tätigt, zahlt bei O2 1,90 Euro. Bei den beiden D-Netz-Betreibern fallen für dieselbe Aktion 10 Euro an. In anderen Tarifen wird es noch teurer. Zudem rechnen T-Mobile und Vodafone bei einigen Tarifen in Einheiten von 100 Kilobyte ab, was bei kurzen Online-Sessions ein Nachteil ist. Da sind 10-KB- oder 1-KB-Schritte wie bei E-Plus deutlich günstiger. Vodafone- und E-Plus-Power-Nutzerm, die oft auf einen Rutsch viele Daten übertragen, sind mit HSCSD billiger dran, rät "connect". So zahlt der Vodafone-Kunde für das Herunterladen einer MP3-File per HSCSD 4,37 Euro, während per GPRS im günstigsten Tarif über vier Mal so viel  zu berappen ist - nämlich 19,95 Euro. Vorteil bei Vodafone: Der D-Netzanbieter berechnet zwar mit 19 Cent pro HSCSD-Minute fast doppelt so viel wie E-Plus mit 10 Cent, doch fallen keine Grundgebühren an, die mit 12,50 Euro bei E-Plus zu Buche schlagen.
  
Auch MMS-, i-mode- und WAP-Nutzer sollten die Tarife vergleichen. O2-Kunden, die per GPRS 120-WAP-Seiten abrufen, sparen deutlich im Vergleich zu T-D1-WAP-Kunden. Zwar ist bei O2 im "GPRS WAP Click L"-Tarif eine Grundgebühr von 2.49 Euro enthalten, doch zahlen T-Mobile-Kunden für die gleiche Anwendung mit 9,15 Euro weiter mehr als doppelt so viel wie O2-Kunden mit 3,49 Euro. E-Plus-Kunden sind mit dem i-mode-Aktionstarif von 0,1 Cent pro Kilobyte Daten günstiger dran als GPRS-Wapper. Doch die Rechnung geht nur so lange auf, warnt "connect", wie E-Plus nicht den geplanten Tarif von 1 Cent pro Kilobyte einführt. Bei MMS erlangen T-Mobile und Vodafone beim Versand eines Bildergrußes ins eigene Netz etwa gleich viel. Der Versand in fremde Netze ist bei T-Mobile etwas teurer.
   
Quelle: connect
Foto: O2

eingesandt von: Terhi Varkila am 13.11.2002 11:04 Uhr

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