Beispiel Dresden: Bürger und Besucher können sich jederzeit und überall per Internet, Handy oder PDA über Staus, Baustellen und Parkplätze, aber auch über aktuelle Fahrpläne informieren. Die Daten liefert ein Verkehrsmanagementsystem, das Forscher aus dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI erarbeitet haben, im Leitprojekt "intermobil", das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Dafür sind in der Stadt 16 Live-Kameras installiert. "Sie zeichnen den Verkehrsfluss auf und analysieren ihn durch spezielle Bildverarbeitungsalgorithmen", erläutert Ulf Jung vom IVI. Die Daten werden per Funk in die Verkehrsrechnerzentrale übertragen und bilden die Grundlage für das Straßenverkehrsmanagement-System. Weitere Informationen, zum Beispiel aus Parkhäusern, vom Wetterdienst oder von aktuellen Veranstaltungen ergänzen die Analyse. Zukünftig werden die Autofahrer durch Verkehrsleitsysteme entsprechend umgeleitet und Staumeldungen herausgegeben.
Die Livebilder werden gleichzeitig ins Online-Auskunftssystem der Region Dresden eingespeist. Jeder Internetnutzer sowie die Besitzer WAP-fähiger Handys oder PDAs können auf diese Plattform zugreifen. Das offene System enthält alle Informationen zur aktuellen Verkehrslage. Dazu kommen eine ständig durch Live-Daten ergänzte Fahrplanauskunft sowie Touristen-Informationen der Stadt, ein Stadtplan und eine Übersicht zu aktuellen Veranstaltungen. "Ein optimaler Service ist für Leute, die mobil unterwegs sind, besonders wichtig", resümiert Jung. Deshalb sind die mobilen Auskünfte für Fahrgäste inzwischen ein Schwerpunkt geworden: per SMS erhalten Interessierte die Abfahrtszeiten der Busse und Straßenbahnen direkt aufs Handy oder PDA. Hier fließen auch aktuell in den Bussen erhobene Online-Daten ein. Steht der Bus etwa im Stau, wird die Information umgehend weitergegeben. Auf der Messe zeigen die Dresdner Forscher die neue Nutzeroberfläche für Internet und Info-Säule in einer Test-Version. Ab Oktober ist sie öffentlich zugänglich.
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Quelle: Fraunhofer Gesellschaft
Über Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI):
Das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme
(von 1992 - 1998 Außenstelle für Prozesssteuerung des IITB Karlsruhe) gehört zu den ältesten regelungstechnischen Forschungseinrichtungen Deutschlands.
Seit dem 1. Januar 1999 besteht innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft ein neues Institut, das während einer Aufbauphase von ca. 5 Jahren als Teilinstitut des IITB Karlsruhe geführt und durch ein Sonderfinanzierungsprogramm des Freistaates Sachsen unterstützt wird. Das IVI arbeitet im Auftrag der Europäischen Union, deutscher Ministerien, Kommunen, Verwaltungsgemeinschaften sowie nationaler und internationaler Industriepartner, Verkehrsbetriebe und Systemhäuser.
eingesandt von: Terhi Varkila am 24.09.2002 10:03 Uhr
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