Das Unternehmen will künftig auf die Ertragskraft des Kundenbestands gegenüber der schlichten Anzahl von Kunden setzen. Im Bereich des Festnetzes sei wie bereits das Jahr 2002 von einer Stagnation auf hohem Niveau auszugehen, so das Unternehmen. Das Wachstum des Festnetz-Geschäfts dürfe unverändert vom Internet-Verkehr beeinflusst werden. Erfolgsentscheidend für eine profitable Teilnahme an dieser Entwicklung sei eine kostengünstige Netzgestaltung, wobei es vor allem auf die Bestimmung der optimalen Anzahl von zum Netz der Deutsche Telekom AG ankomme. Anderseits gelte es, eine Investitionsmittel schonende Konzeption für ein eigenes Angebot beim Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet (DSL) zu entwickeln.
In den ersten drei Monaten hat mobilcom einen kleinen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 0,1 Mio. Euro erzielt, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Ursprünglich hatten sie die Rückkehr in die Gewinnzone im operativen Geschäft für das erste Halbjahr anvisiert. Allein im vierten Quartal des vergangenen Jahres war noch ein Betriebsverlust von 70,7 Mio. Euro angefallen. Mobilcom bekräftigte zudem seine Prognose eines ausgeglichenen Ergebnisses für das Gesamtjahr.
Die Zahl von 2600 Mitarbeitern, davon 800 beim Festnetz, werde Mitte des Jahres erreicht. Mit dem Verkauf des Festnetzes an Freenet zum 1. April wurde "eine geschlossene unternehmerische Einheit" geschaffen.
Seit dem 1. Februar bietet die Büdelsdorfer mobilcom neue Tarife an. In der neuen Tarifwelt von stehen für Neukunden drei Tarife mit den Namen m-ten, m-fifteen und m-twenty in den Netzen von T-Mobile, Vodafone D2 und E-Plus zur Verfügung. Neben den eigenen Tarifen bietet mobilcom auch die Originaltarife der drei größten deutschen Netzbetreiber an.
eingesandt von: Tanja Kreutz am 20.05.2003 12:34 Uhr
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