Berlin - "Die Zukunftstechnologie Mobilfunk stellt für das Gesundheitswesen ein großes Potenzial dar, um Leistungen zu optimieren, Kosten zu senken und Qualität zu sichern“, sagte Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des Informationszentrums Mobilfunk e.V. (IZMF), anlässlich der BDI-Veranstaltung "Chancen und Perspektiven mobiler Kommunikation“ in Kooperation mit dem Informationszentrum Mobilfunk und Mummert Consulting in Berlin. "In der Patientenbetreuung ermöglicht die mobile Datenkommunikation eine Qualitätsverbesserung. Sie eröffnet kranken Menschen eine ortsunabhängige medizinische Versorgung und ein größeres Maß an Lebensqualität, individueller Bewegungsfreiheit und Sicherheit. Die mobilfunkbasierte Telemedizin bewirkt zudem eine Beschleunigung und Effizienzsteigerung der medizinischen Versorgung, die mit einer Kostenreduktion verbunden ist.“
"Durch mobiles Patientenmanagement lassen sich schätzungsweise zwischen 10 und 30 Prozent der jährlichen Gesundheitskosten bei chronisch kranken Patienten einsparen. Bei über 20 Millionen chronisch Kranker in Deutschland könnte dies Einsparungen in Millionenhöhe bedeuten“, betonte Wiebusch. "Angesichts eines jährlichen Defizits der Krankenkassen von über 2 Milliarden Euro können mobile telemedizinische Lösungen helfen, die Leistungen im Gesundheitswesen wirtschaftlicher und zugleich patientengerechter zu gestalten.“
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In Deutschland leiden über 25 Millionen Menschen an Bluthochdruck und Herzproblemen, an Asthma und Zuckerkrankheit. Mobile Telemedizin wird diesen und anderen chronisch Kranken neue Freiheiten geben, da sie nicht mehr ins Krankenhaus müssen, um sich medizinisch betreuen zu lassen. Schon heute gibt es Spezial-Handys, die rund um die Uhr und unabhängig vom Aufenthaltsort des Erkrankten diagnostische, therapeutische oder technische Daten über das Mobilfunknetz zur Überwachung des Gesundheitszustandes weiterleiten. Durch den Einsatz mobiler Überwachungsgeräte können Patienten auch nach Operationen bald früher entlassen werden, wo heute zur Beobachtung oft noch lange Krankenhausaufenthalte nötig sind.
Auch das Notfallmanagement lässt sich in Zukunft durch Mobilfunk verbessern. Bereits während der Erstversorgung am Unfallort kann über eine mobile Datenbankanbindung festgestellt werden, in welchen Unfallkliniken der Umgebung die erforderlichen Kapazitäten vorhanden sind. Zudem kann der Notarzt seine am Unfallort getroffene Diagnose per Mobilfunk an die Klinik weitergeben, wo die behandelnden Mediziner frühzeitig die nötigen Vorbereitungen treffen können.
Quelle: Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF)
Über IZMF:
Das Informationszentrum Mobilfunk ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde.
eingesandt von: Terhi Varkila am 04.10.2003 10:27 Uhr
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