T-Mobile, Orange, Telefónica Móviles und Vodafone gaben heute die Gründung der Mobile Payment Services Association bekannt. Ziel der Organisation ist eine offene und universelle Lösung für das Bezahlen per Handy, die ergänzend zu vorhandenen Lösungen in allen Netzen und sogar über Ländergrenzen hinweg eingesetzt werden kann. Unter welchem Namen die Initiative laufen wird, steht noch nicht fest.
Der Kunde soll die Möglichkeit haben, mit dem Handy auf einfache und sichere Art eine große Auswahl digitaler und materieller Waren und Dienstleistungen einzukaufen. Die Lösung soll letztlich zum Standard für die Zahlungsabwicklung im m-Commerce werden. Der Handel könnte über die Standardschnittstellen ein riesiges, internationales Käuferpotenzial erreichen, Anbieter von Software und Lösungen haben es anhand der dokumentierten technischen Schnittstellen leichter, kompatible Produkte für den m-Commerce zu entwickeln und Netzbetreiber profitieren von einer Standardlösung, die ihnen bei der Integration und Verwaltung ihrer Beziehungen zu Handel und Contentprovidern hilft. Genauso wie Interoperabilität der Schlüssel zum schnellen Erfolg von SMS in Europa war, könnten interoperable mobile Zahlungssysteme auch den m-Commerce Realität werden lassen.
Auch die Anbieter 3, debitel, KPN Mobile, O2 und TMN haben bereits Interesse an einer Mitwirkung in der Mobile Payment Services Association bekundet. Die vier Gründungsmitglieder haben vor, noch weitere Netzbetreiber hinzu zu gewinnen, damit die neue Initiative so vielen Handy-Besitzern wie möglich zugute kommt.
Sitz der Mobile Payment Services Association wird London in England sein, die Geschäfte werden von dem gerade bestellten CEO Tim Jones und einem Vorstand geführt werden, in dem jedes Gründungsmitglied zunächst einmal zu gleichen Teilen vertreten ist. Tim Jones war bereits in mehreren leitenden Position tätig, unter anderem als Chief Executive der Abteilung Retail Banking der National Westminster Bank Plc in Großbritannien. Jones war außerdem Mitbegründer und Vorsitzender der Mondex-Initiative für elektronischen Zahlungsverkehr der National Westminster Bank Plc.
CEO Tim Jones: “Die Geschichte der Mobilfunkbranche zeigt, dass große Geschäftsvolumen nur kommen, wenn Kunden die Möglichkeit haben, netzübergreifend zu kommunizieren. Unsere Aufgabe besteht darin, ihnen diese Freiheit im Bereich des mobilen Zahlungsverkehrs zu geben. Eine offene Zahlungslösung wird dazu beitragen, dass das Handy noch einmal ganz neu definiert und zum wichtigsten Utensil überhaupt wird. Schon jetzt vertreten unsere Gründungsmitglieder mehr als 270 Millionen Kunden weltweit, das ist für Mobilnetzbetreiber, den Handel und die Finanzdienstleistungsindustrie ein Riesenpotenzial.”
Quelle: T-Mobile
eingesandt von: Melanie Kubinke am 27.02.2003 18:29 Uhr
[ « vorherige | News-Startseite | aktuelle Nachrichten | nächste » ]