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Mobiles Internet

Suchmaschinen müssen Lokalisierung und Personalisierung bieten

Web-Zugriff über Handys oder Smartphones
Mobiles Internet:
Web-Zugriff über Handy

oder Smartphone
Bonn - Das mobile Internet, also der Web-Zugriff über Handys oder Smartphones, rückt immer stärker in den Vordergrund: Nach der Trendstudie "Mobile Outlook" des Eco-Verbandes setzen 13 Prozent der befragten Experten die Aussage, dass "die meisten Verbraucher 2007/2008 mobil im Internet surfen werden", auf Platz eins: "Immer besser für das Surfen im Internet geeignete Endgeräte und die neuen Internet-Flatrates der Mobilfunkbetreiber schaffen eine höhere Akzeptanz des mobilen Internets bei den Verbrauchern."

Doch selbst Vorreiter wie Vodafone konnten bisher lediglich 10 Prozent seiner 30 Millionen Kunden für das Internet begeistern. "Bis wirklich mehr als die Hälfte der 80 Millionen Handynutzer in Deutschland mobil surfen, werden sicher noch ein paar Jahre vergehen", dämpft Unternehmensberater Bernhard Steimel, Autor des Praxisleitfadens Mobile Marketing und Mitinitiator des Bonner Fachkongresses Voice Days, die Erwartungen.

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Auch die unlängst vorgestellten Zahlen der Domain-Verwaltung .mobi seien noch kein belastbarer Indikator für den Nutzungsgrad. "Es sind zwar mehr als 500.000 .mobi-Domains registriert. Mit der weiteren Evolution der Browser wird die Bedeutung dieser Domains sinken, da die Nutzer nicht mehr nach speziellen mobilen Angeboten suchen müssen", weiß Steimel. "Dass diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind, ist vor allem mit Blick auf die Vergangenheit klar: Als WAP in den Jahren 1999/2000 in die Märkte gedrückt wurde, gab es auch viele Prognosen, die eine gewaltige Nutzung der mobilen Dienste voraussagten. Leider nur deckte sich das nicht mit der Realität", bestätigt Fachautor Markus Hövener in einem Beitrag für den Branchendienst Contentmanager. Steimel rechnet damit, dass der Siegeszug des mobilen Internets zu einer Renaissance von WAP führen wird: "Die Zeiten, als WAP für Wait And Pay stand, sind vorbei." Die Eco-Studie geht davon aus, dass mobile Suchmaschinen die Nutzung des Internets über Mobilfunkgeräte fördern werden.

"Zumindest in Deutschland haben die beiden relevanten Mobil-Suchmaschinen - Google Mobile und Yahoo! oneSearch – bislang einen strategischen Nachteil. Aktuell wird lediglich die Google-Suche vom O2-Portal verlinkt. Es ist aber zu erwarten, dass sich das ändert - vor allem, weil sowohl Google als auch Yahoo! ihre Mobil-Suchmaschinen aktiv vermarkten und den Netzbetreibern vor allem eins bringen können: Einnahmen aus Werbung", so Hövener.

Spätestens im nächsten Jahr werden nach Ansicht von Steimel zumindest T-Mobile, Vodafone und O2 Kooperationen mit Google oder Yahoo! eingegangen sein. "An die mobilen Bedürfnisse angepasste Suchmaschinen sind der Schlüssel für das mobile Internet und bieten wie im ’stationären’ Internet die spannendsten Refinanzierungsmöglichkeiten. Davon wollen die Provider natürlich profitieren – und schmieden Allianzen mit den Suchmaschinenanbietern", sagt Steimel. Mobile Suchfunktionen müssten aber andere Anforderungen erfüllen: "Neben einem enger gefassten Such-Algorithmus für relevante Ergebnisse geht es vor allen Dingen um die Einbindung von lokalen Informationen, Suchhistorien und Nutzerprofilen. Suchmaschinen, die eine Lokalisierung und Personalisierung leisten, bieten der werbetreibenden Wirtschaft spannende Perspektiven", resümiert Steimel.

Quelle: Medienbüro Sohn    
Foto: Vodafone

eingesandt von: Terhi Varkila am 17.09.2007 14:22 Uhr

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