WIESBADEN. Der Halbleiterbereich des amerikanischen Technologieunternehmens Motorola und In-Fusio, führender Hersteller von Spielen für den mobilen Einsatz, haben eine gemeinsame Anwendungsschnittstelle (API) entwickelt, die mehr als zwei Millionen Java-Entwicklern die Möglichkeit gibt, Grafiken, Sounds und Netzwerkfunktionen von Spielen für portable Geräte attraktiver zu gestalten.
Die API, die in die von Motorola realisierte Java TM 2 Plattform, Micro Edition (J2ME), eingebunden wird - auch als „Motorola Embedded Reference Implementation“ (MERI) bekannt -, wird „MERI Mobile Games Engine“ genannt werden.
„Motorola und In-Fusio planen, die Akzeptanz von Konsumeranwendungen in portablen Geräten zu beschleunigen, und stellen daher die Spezifikation für die neue API jedem Hersteller in der drahtlosen Kommunikationsbranche zur Verfügung," gab Anne-Marie Larkin, Vice President und Leiterin der 'Wireless Software Applications and Services' von Motorola, bekannt. „Diese Ankündigung stellt einen wichtigen Meilenstein für die Evolution portabler Spiele dar. Sie öffnet Tür und Tor für die Hersteller und ermöglicht diesen, den Endverbrauchern verbesserte Spieloptionen anzubieten, die darauf ausgelegt sind, die Akzeptanz der nächsten Handygeneration zu unterstützen."
In-Fusio erklärte, diese Zusammenarbeit bedeute einen wichtigen Schritt bei der Erstellung von höchst attraktiven Spielen mit J2ME-kompatibler Software.„Spiele in Java-Technologie schreiben zu können, versetzt unsere Entwickler in die Lage, den Code kleiner zu halten und die Produktzyklen zu verkürzen. Dank der „Games Engine“ werden die Spiele selbst kleiner und schneller und benötigen weniger Bandbreite, wenn sie über eine Mobilfunkverbindung heruntergeladen werden," stellte Thomas Lanspurg, Chief Technology Officer bei Infusio, fest. „Die Produktivität der Entwickler wird gesteigert, denn die ExEn®-Plattform von In-Fusio und die MERI-Plattform von Motorola verwenden dieselbe API und stellen einheitliche Standardtools zur Verfügung."
Voraussichtlich werden Kunden, die ein Handy mit der „MERI Mobile Gaming Engine“ von Motorola besitzen, auf ein breiteres Spektrum von modernsten Spielangeboten zurückgreifen können. Bessere Grafiken, Animationen, Hintergrundmusik, Audio-effekte, Einbindung der Hintergrundbeleuchtung, Vibrationen und die Möglichkeit, weitere Spielebenen herunterzuladen und Spiele gegen andere Teilnehmer im Mobilfunknetzwerk zu spielen, sind nur einige Beispiele für diese Funktionen.
Da die J2ME-Software so konzipiert ist, dass sie auf der Betriebssystemsoftware eines beliebigen Gerätes aufsetzt, stellt sie eine Methode für Softwareentwickler dar, Anwendungen für portable Geräte auf einem offenen Standard und unabhängig vom verwendeten Betriebssystem zu erstellen. Dadurch werden die Entwicklungskosten und die Produktentwicklungszeiten von Anwendungen für tragbare Geräte drastisch reduziert.
Quelle: Motorola, 28.11.2001
eingesandt von: Christian Treschan am 07.12.2001 12:24 Uhr
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