Müller: 'Keine überzogenen Eingriffe im Mobilfunk'
Bundeswirtschaftsminister Dr. Werner Müller hat die Pläne des EU-Wettbewerbskommissars zur stärkeren Regulierung des europäischen Mobilfunkunternehmen mit Besorgnis aufgenommen.
Müller: 'Der Mobilfunk ist einer der dynamischsten Märkte Europas und zugleich ein wichtiger Zukunftsmarkt. In diese Zukunft haben deutsche und ausländische Unternehmen kräftig investiert. Weltweit ist Europa die wichtigste Mobilfunkregion. In Deutschland telefonieren 57 Millionen Menschen mobil und sichern dadurch fast 30.000 Arbeitsplätze. Das Potenzial dieses Marktes ist groß und sollte nicht durch eine langfristig ungünstige Politik beeinträchtigt werden.
Es ist unstreitig, dass Missbräuche von Mobilfunkunternehmen geahndet werden müssen. Der neue EU-Rechtsrahmen für die sektorspezifische Regulierung des Telekommunikationsmarktes, der noch in diesem Monat in Kraft treten soll und bis Mitte 2003 in deutsches Recht umgesetzt wird, stellt dies hinreichend sicher. Die nationalen Regulierungsbehörden haben dann die Verantwortung und auch die Instrumente, das beste für den Wettbewerb und damit auch für den Verbraucher zu bewirken.
Überzogene Eingriffe sind im Mobilfunk nicht erforderlich. Insbesondere, da in Deutschland die Entgelte für die Weiterleitung von Gesprächen aus dem Festnetz ins Mobilfunknetz deutlich gesenkt wurden. Ich habe deshalb kein Verständnis, wenn die Kommission nun den Mobilfunkmarkt stark verunsichert.'
eingesandt von: Fenna Harms am 08.03.2002 14:50 Uhr
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