Siemens entwickelt ein Gerät für die mobile Kommunikation, das einen ungewöhnlichen Ansatz verfolgt: MyAy hat im Gegensatz zu einem Handy den größten Nutzen, wenn es der Besitzer nicht dabei hat. Das kleine Gerät soll ihn benachrichtigen, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert ist, wie das Forschungsmagazin Pictures of the Future berichtet. Dazu besitzt MyAy verschiedene Sensoren, eine einfache Tastatur und kein Display. Mit dem eingebauten Mobilfunkmodul hält MyAy Kontakt zu anderen Handys und ist sozusagen ein klassisches Always-on-Gerät. Künftig wird es vermutlich zwei Gerätetypen der mobilen Kommunikation geben: jene, die ihre Besitzer ständig begleiten, und andere, die ihre Funktion zu Hause oder anderswo aus der Ferne erfüllen.
Das quadratische Gerät passt wie ein modernes Handy in jede Hosentasche. Es besitzt in der Erstversion ein Mikrofon, einen Lautsprecher und mehrere Sensoren. So erkennt ein Infrarotsensor, wenn sich in der Umgebung etwas bewegt. Ein Beschleunigungssensor registriert wiederum, wenn das Gerät selbst bewegt wird. Eingebaut sind auch ein Temperatursensor und ein Geräuschsensor. Damit bietet das mobile Einsatzgerät zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, etwa als mobiles Babyfon, als Alarmanlage im Auto oder im Urlaub.
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Dank des Java-Plattform Konzeptes lassen sich auf MyAy beliebige Anwendungen für verschiedene Einsatzfelder spielen. Ist ein bestimmter Lautstärkepegel erreicht oder bewegt sich etwas vor seiner Infrarot-Linse, setzt MyAy eine warnende SMS ab oder öffnet eine Telefonverbindung zu einem voreingestellten Handy. Wird das Gerät ins Auto oder im Urlaub ins Zelt gelegt, informiert es den Besitzer beispielsweise, wenn sich jemand zu schaffen macht.
Die erste Version von MyAy soll im Frühjahr 2005 in Zusammenarbeit mit verschiedenen Mobilfunkunternehmen getestet werden. In einer weiteren Version ist auch der Einbau einer Kamera denkbar. Dann könnte MyAy wegen des eingebauten GPS-Moduls auch seine eigene Position übermitteln. Programmiert wird der elektronische Wachhund über SMS, eine Java-Applikation, eine Webseite oder WAP-Handy.
Quelle: Siemens Forschung
eingesandt von: Terhi Varkila am 03.12.2004 11:27 Uhr
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