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Neue Studie: Kein Krebs durch Mobilfunk

Wiederholungsstudie bestätigt nicht die umschrittenen Repacholi-Forschungsergebnisse von 1997.

Berlin - Mobilfunk erhöht nicht das Risiko, an Lymphknotenkrebs zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine Grupppe von australischen Wissenschaftlern um Tammy D. Utteridge. Diese untersuchte zwei Jahre lang die Auswirkungen von Mobilfunkfeldern auf Mäuse. Ziel dieser neuen Studie war es, mit verbesserter Methodik die 1997 von Michael Repacholi  veröffentlichten Studienergebnisse zu überprüfen.

Die australische "Repacholi-Studie" hatte 1997 mit ihrem Ergebnis für Aufsehen gesorgt, wonach Mäuse unter der Einwirkung von elektromagnetischen Feldern häufiger an Krebs erkrankten. Mit der nun vorliegenden unabhängigen Wiederholungsstudie (Utteridge et al., 2002, Radiation Reseach. Vol 158, Seiten 357-364) konnte der Befund nicht reproduziert werden.

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Immo von Fallois, Geschäftsführer des Informationszentrums Mobilfunk e. V. (IZMF), wies auf die Bedeutung von nahchvollziehbaren wissenschaftlichen Ergebnissen hin: "Unabhängige Wiederholungsstudien sind für eine seriöse Risikobewertung unbedingt notwendig." Eine vorschnelle Bewertung von Einzelstudien führe stattdessen oftmals zu mehr Verunsicherung. Sie trage nicht dazu bei, die in Teilen der Bewölkerung vorhandenen Ängste vor den Wirkungen der elektromagnetischen Felder beim Mobilfunk abzubauen.

Hintergrund: Die "Repacholi-Studie"
Michael Repacholi und Mitarbeiter hatten Mäuse über 18 Monate untersucht. Eine Gruppe dieser Tier wurde mit einem GSM 900-Signal befeldet, die andere Gruppe diente als Kontrolle. Die Mäuse waren gentechnisch so verändert, dass sie sehr leicht spontan Lymphknotenkrebs (Lymphome) entwickelten. In der GSM-exponierten Gruppe war die Krebsrate verdoppelt. Dieses Ergebnis erregte großes öffentliches Aufsehen, war jedoch in der Fachwelt umstritten. Kritik wurde an der Wahl des Untersuchungsobjekts - genmanipulierten Mäusen - aber auch an der Exposition geübt. Die Strahlenschutzkommision (SSK) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfahlen damals eine Wiederholung der Studie unter Verbesserung der Expositionsbedingungen. Die Ergebnisse einer dieser Wiederholungsstudien wurde jetzt veröffentlicht.

Ergebnisse der Wiederholungsstudie
Repacholi-StudieTammy D. Utteridge und Mitarbeiter haben eine Wiederholungsstudie mit verbesserter Methodik durchgeführt. Hierbei wurden Mäuse des gleichen Typs wie bei Repacholi verwendet. Auch das verwendete GSM 900-Signal und die Dauer der Befeldung entsprachen den Bedingungen der Originalstudie. Zusätzlich wurde diesmal aber vier verschiedenen Expositionsstärken befeldet, um zusätzlich eine mögliche Dosis-wirkungsbeziehung aufzudecken. In keiner der exponierten Gruppen wurde eine signifikante Erhöhung im Vergleich zu der Kontrollgruppe beobachtet, weder für die Zahl der erkrankten Tiere noch für die Anzahl der Tumoren. Auch eine Dosis-Wirkungsbeziehung wurde nicht beobachtet.

Quelle: Informationszentrum Mobilfunk

Über: IZMF

Das Informationszentrum Mobilfunk e.V. ist eine Brancheninitiative, die von den Mobilfunknetzbetreibern E-Plus, MobilCom, O2, Quam, T-Mobile, Vodafone-D2 sowie dem Bündelfunknetzbetreiber Dolphin Telecom im Juni 2001 gegründet wurde. IZMF ist Ansprechpartner und Informationsdienstleister in Fragen der mobilen Kommunikation.

eingesandt von: Terhi Varkila am 02.09.2002 12:54 Uhr

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