Brühl - Die Drogeriekette Schlecker hat sich auf dem deutschen Markt als sehr günstiger Anbieter für Dinge des täglichen Bedarfs einen Namen gemacht. Nun drängt der europäische Marktführer unter den Drogeriemärkten auch in den deutschen Mobilfunkmarkt: Unter dem Namen "smobil" bringt das Unternehmen ein eigenständiges Angebot in seine eigenen Filialen und bewirbt es mit Preisen ähnlich denen des ALDI-Angebotes. Doch gerade bei diesem Angebot empfiehlt sich genaues Hinsehen, denn nicht für jeden Nutzer ist der Tarif "smobil" empfehlenswert. Darauf weist das Mobilfunk-Wissens-Magazin inside-handy.de hin.
Mit dem angekündigten Mobilfunk-Tarif "smobil" bringt die Drogeriekette Schlecker ein Angebot auf den Markt, das für viele Kunden deutlich teurer ausfällt als das der Mitbewerber: Immerhin 25 Cent pro Minute für Telefonate sowie 19 Cent für eine Kurzmitteilung lauten die Konditionen, und liegen damit zehn Cent pro Minute über den Preisen der Mitbewerber. Die deutlich niedrigeren Gebühren, die der Drogerist auf seiner Webseite kommuniziert, kommen nur durch zusätzliches Guthaben zustande, das der Kunde erwerben muss.
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Die Minutenpreise staffeln sich bei smobil nach dem zusätzlichen Guthaben, das der Kunde erwirbt: So telefonieren Kunden, die nur die SIM-Karte kaufen, zu den festgelegten 25 Cent. Bei Erwerb von acht Euro Zusatzguthaben erhalten Kunden zwei Euro geschenkt, und senken damit die Minutenpreis rein rechnerisch auf 20 Cent pro Minute. Der in der Werbung kommunizierte Preis von 15 Cent ist nur dann zu erreichen, wenn der Kunde Zusatzguthaben in Höhe von 38 Euro kauft, in diesem Fall erhalten Kunden zusätzlich acht Euro kostenlos dazu.
Die günstigeren Telefonate von nur einem Cent zu anderen smobil-Kunden erscheinen auf den ersten Blick sehr günstig. Gleichzeitig ist es schwer vorstellbar, dass eine ganze Familie ihre laufenden Verträge kündigt und zum Schlecker-Angebot wechseln wird, zumal das Mitnehmen einer bestehenden Rufnummer in den Tarif "smobil" nicht möglich ist.
"Die Darstellung der Minutenpreise ist pures Marketing", so Hendrik Hartz, Chefredakteur des Mobilfunk-Wissens-Magazins inside-handy.de. "In Wirklichkeit berechnet smobil 25 Cent pro Minute für Telefonate sowie 19 Cent pro SMS. Die günstigen Preise gehen davon aus, dass Kunden zusätzlich zu der Karte ein weiteres Investment in Höhe von 38 Euro tätigen. Tut man das nicht, telefoniert man deutlich teurer als mit Anbietern wie simyo oder blau.de."
Quelle: inside-handy.de
Foto: smobil
Über inside-handy.de:
inside-handy.de ist das Mobilfunk-Wissens-Magazin des Brühler Onlineverlages inside-intermedia und verfügt über eine der umfangreichsten Handy-Datenbanken im deutschsprachigen Internet (mehr als 220 Features, bei ca. 900 Geräten). Ziel ist es, die komplexen Inhalte des Mobilfunks verständlich, einfach und aktuell darzustellen.
eingesandt von: Terhi Varkila am 10.04.2006 13:48 Uhr
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