Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und dem Auftreten von Hirntumoren. Das ist das Ergebnis einer soeben veröffentlichten dänischen Teiluntersuchung im Rahmen des Interphone-Projektes der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Das dänische Team um Christoffer Johansen von der Dänischen Krebsgesellschaft hat 822 Gesunde und 427 Krebs-Patienten nach ihrem Telefonierverhalten befragt und miteinander verglichen. Das Ergebnis: Das Telefonieren mit dem Handy erhöht nicht das Risiko, an den Hirntumorarten Gliom (Krebs der Hirnzellen) und Meningeom (Krebs der Hirnhaut) zu erkranken.
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Bei der Veröffentlichung handelt es sich um das vierte Zwischenergebnis der Interphone-Studie. Bereits Anfang 2004 veröffentlichte die dänische Studiengruppe ihre ersten Ergebnisse aus der Interphone-Studie zum gutartigen Hörnervtumor Akustikusneurinom. Ebenfalls 2004 folgte die Veröffentlichung des schwedischen Teils. Wie schon in der dänischen Teilstudie konnte insgesamt kein Zusammenhang zwischen der Handynutzung und dem Erkrankungsrisiko beobachtet werden.
Die Interphone-Studie wurde im Oktober 2000 gestartet. Es ist die weltweit größte Studie, die den Zusammenhang zwischen Handynutzung und dem Risiko von Hirntumorerkrankungen erforscht. Mehr als 7000 Patienten mit einem Gliom, Meningeom oder Akustikusneurinom sollen befragt werden, ebenso eine gleiche Anzahl nicht erkrankter Personen. Teams aus 13 Ländern gehen dabei nach einem gemeinsam verfassten Studienprotokoll vor und ermöglichen somit eine unmittelbare Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Neben Deutschland sind die skandinavischen Länder, Großbritannien, Frankreich, Italien, Israel, Australien, Neuseeland, Japan und Kanada beteiligt.
Eine abschließende Bewertung wird mit der Veröffentlichung der internationalen Auswertung möglich sein. In diesem Jahr werden voraussichtlich die deutschen Ergebnisse der Interphone-Studie veröffentlicht. Mit dem Abschluss der vollständigen Studie ist aber erst Anfang 2006 zu rechnen.
In Deutschland arbeiten an der Studie das Institut für Medizinische Statistik und Dokumentation der Universität Mainz, umbenannt in Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI), die AG Umweltepidemiologie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg und das Institut für Medizinische Statistik und Epidemiologie der Universität Bielefeld.
Darüber hinaus haben die deutschen Mobilfunknetzbetreiber gemeinsam mit der Bundesregierung das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Erkenntnisse über biologische Wirkungen und Mechanismen elektromagnetischer Felder zu vertiefen und vorhandene Wissenslücken zu schließen. Bis voraussichtlich 2006 werden unter der Leitung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mehr als 50 Forschungsprojekte durchgeführt.
Quelle: Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF)
Über IZMF:
Das Informationszentrum Mobilfunk ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde.
eingesandt von: Terhi Varkila am 18.04.2005 11:19 Uhr
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